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| Zahnärzte in Bayern |
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Fortbildung
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und Zahntraumata Ursachen und Erscheinungsbild Prof. Dr. Klaus Pieper, Marburg Kuratorium perfekter Zahnersatz |
Anomalien der Zahngröße, Zahnzahl und Zahnform sowie Entwicklungsstörungen der Zahnhartgewebe sind - neben der Behandlung kariöser Zahnschäden - häufige Ursachen für therapeutische Eingriffe bei Kindern. Die normale Zahnentwicklung, die sich über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren hinzieht, kann leicht durch erblich bedingte Fehlsteuerungen, Stoffwechselstörungen, Allgemeinerkrankungen sowie durch entzündliche oder chemische Irritationen gestört werden.
Variationen der Zahnzahl
Abweichungen der Zahngröße und der Zahnform
Entwicklungsstörungen der Zahnhartsubstanzen
Erblich bedingte Störungen
Die erbliche Störung der Dentinbildung (Dentinogenesis imperfecta)
gehört mit einem Vorkommen von 1:8.000 zu den am häufigsten
vorkommenden Erbkrankheiten. Sie kann allein oder zusammen mit einer
Knochenbildungsstörung (Osteogenesis imperfecta) auftreten. Bei dieser
Erkrankung sind sowohl alle Milchzähne als auch alle bleibenden
Zähne betroffen.
Nichterbliche Schmelzbildungsstörungen (Schmelzhypoplasien) Die Störung kann dabei allgemeiner Art sein (z.B. eine Störung des Stoffwechsels oder ein Vitaminmangel) oder örtlich begrenzt (Infektionen, Unfall). Eine chemische Schädigung kann durch Medikamente (wie z.B. das Antibiotikum Tetrazyklin) hervorgerufen werden.
Unfallbedingte Verletzungen der Zähne Durch einen entsprechenden Unfall können komplexe Verletzungen des Gebisssystems hervorgerufen werden, meistens sind unterschiedliche Gewebestrukturen betroffen (Zahnhartsubstanzen, Pulpa, Parodontium und Kieferknochen). Im günstigsten Fall kommt es nur zu Schmelzfrakturen. Bei Schmelz-Dentin-Frakturen liegt bereits Zahnbein frei, wodurch es zu einer Infektion der Pulpa kommen kann. In komplizierteren Fällen wird durch die Fraktur der Zahnkrone die Pulpa freigelegt (Abb. 4). Bei allen Fällen von Frakturen im Bereich der Zahnkrone sollte sich der betroffene Patient unbedingt sofort beim Zahnarzt vorstellen, damit die angemessenen Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden können und der betroffene Zahn erhalten werden kann. Häufig kommt es bei Zahnunfällen auch zum vollständigen Verlust eines Zahnes. Ein Trost: Solche Zähne können wieder replantiert werden. Erfolgversprechend ist eine solche Behandlung aber nur dann, wenn die Zeitspanne zwischen dem Verlust des Zahnes und der Replantation kurz war. Unfallbedingte Schädigungen der Milchzähne können dazu führen, dass an den bleibenden Zähnen Mineralisationsstörungen mit "hässlichen" Schmelzfleckungen auftreten.
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