06/21/2023 | Nachrichten | Freie Berufe und Europa

Deutsche Heilberufe wollen nachbessern

Angesichts der laufenden Beratungen über den Vorschlag der EU-Kommission zur Schaffung eines Europäischen Gesundheitsdatenraums (EHDS) haben sich die Spitzenverbände der deutschen Heilberufe, darunter die Bundeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, in einer gemeinsamen Stellungnahme dafür ausgesprochen, dass es keine Aufweichung der ärztlichen Schweigepflicht geben dürfe. Das Vertrauensverhältnis zwischen den behandelnden (Zahn-)Ärzten nd Patienten dürfe nicht untergraben werden.

Ferner wird gefordert, den Zugriff von Unbefugten auf Patientendaten technisch auszuschließen. Die Patientinnen und Patienten müssten zudem die Möglichkeit bekommen, einer Weitergabe ihrer Gesundheitsdaten zu widersprechen. Wichtig sei darüber hinaus, dass man die für den Betrieb des EHDS notwendigen Schulungen und den administrativen Aufwand auf das Notwendige begrenze und dafür einen finanziellen Ausgleich schaffe, betonen die Vertreter der Heilberufe.


Quelle: BZB 6/2023, S. 28

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