06/11/2021 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Digitaler EU-Impfpass

Das EU-Parlament und die im Rat versammelten Mitgliedsstaaten beraten derzeit über die Einführung eines digitalen Impfpasses. Das sogenannte digitale grüne Zertifikat soll den sicheren und freien Reiseverkehr während der Corona- Pandemie erleichtern. Das Dokument, das im digitalen oder im Papierformat vorliegen kann, soll bescheinigen, dass eine Person entweder gegen das Coronavirus geimpft ist, alternativ ein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen kann oder sich von der Infektion bereits erholt hat. Für das Abrufen des Zertifikats sollen einheitlich QR-Codes verwendet werden. Zudem sind Sicherheitsmechanismen vorgesehen, um Fälschungen vorzubeugen.

Die Europaabgeordneten fordern, dass Inhaber des Zertifikats keinen zusätzlichen nationalen Reisebeschränkungen wie Quarantäne oder Tests unterworfen werden dürfen. Dies lehnen die EU-Mitgliedsstaaten bislang ab. Umstritten ist ferner, ob das Zertifikat auch für Impfstoffe gelten soll, die nicht die Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur haben, wie etwa der russische Impfstoff Sputnik V. Ziel ist, dass das Zertifikat bereits vor Beginn der Sommerferien einsatzfähig ist.


Quelle: BZB 6/2021, S. 20

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