07/16/2021 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Patientenmobilität auf dem Prüfstand

Zehn Jahre nach der Verabschiedung der EU-Patientenrechterichtlinie stellt die EU-Kommission im Rahmen einer öffentlichen Konsultation zahlreiche Fragen über die Erfahrungen mit der Richtlinie. Die Ergebnisse sollen in die für das kommende Jahr geplante Überarbeitung des Gesetzes einfließen. Die Richtlinie regelt unter anderem, dass die Kosten für eine Auslandsbehandlung von der Krankenkasse bis zu der Höhe erstattet werden, die auch bei der entsprechenden Behandlung im Inland angefallen wären. Zudem wurden europäische Referenznetzwerke geschaffen, in deren Rahmen sich die Mitgliedsstaaten über Einzelfragen austauschen können, etwa mit Blick auf die Behandlung seltener Krankheiten. Im Hinblick auf die grenzüberschreitende Patientenmobilität hat die Richtlinie allerdings nicht die erhofften Auswirkungen gebracht. Die Zahl der Auslandsbehandlungen ist auf einem äußerst niedrigen Niveau geblieben. Befragungen zeigen, dass Patienten sich eine wohnortnahe Versorgung wünschen und insbesondere von sprachlichen Barrieren abgeschreckt werden.


Quelle: BZB 7-8/2021, S. 19

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