06/14/2021 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Freie Berufe 4.0

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat mit großer Mehrheit eine Initiativstellungnahme mit dem Titel „Freie Berufe 4.0“ verabschiedet, an der die Bundeszahnärztekammer mitgewirkt hat. Mit der Stellungnahme widmet sich der EWSA der Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung als gesamtgesellschaftlicher Transformationsprozess, verstärkt durch die Covid-19-Pandemie, auf die Freien Berufe hat.

Aus Sicht des EWSA wird die Digitalisierung die Arbeitswelt der Freien Berufe in vielfältiger Weise verändern. Die Erbringung freiberuflicher Dienstleistungen wird dadurch auf eine Probe gestellt. Dies betrifft insbesondere das Vertrauensverhältnis zwischen den Angehörigen der Freien Berufe und ihren Mandanten, Klienten oder Patienten, das ein wesentliches Merkmal freiberuflicher Dienstleistungen ist. Gleichzeitig wird die Verfügbarkeit einer Vielzahl ungefilterter Informationsangebote die Notwendigkeit für unabhängige menschliche Beratungsleistungen wachsen lassen. Die Freien Berufe sind aufgefordert, den Digitalisierungsprozess aktiv zu gestalten.


Quelle: BZB 6/2021, S. 20

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