01/02/2018 | Nachrichten | Referat Patienten und Versorgungsforschung

DMS V: Deutschland auf den Zahn gefühlt

IDZ, BZÄK und KZBV stellen Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie vor

Wie gesund sind unsere Zähne wirklich? Werden wir immer zahnloser, je älter wir werden? Wie entwickeln sich Karies und Parodontitis? Die repräsentative Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V) beantwortet diese und viele weitere Fragen. Die in Größe und Umfang einzigartige Untersuchung wurde am 16. August 2016 in Berlin durch das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) vorgestellt.

Die DMS V beschreibt methodisch anspruchsvoll die Mundgesundheit der gesamten Bevölkerung in Deutschland, erstmals auch die der sehr alten Menschen. Die Analyse liefert eine Fülle von Daten zu fast allen zahnmedizinischen Aspekten.

Wichtige Auszüge aus der DMS V

  • Acht von zehn der 12-jährigen Kinder (81,3 Prozent) sind heute völlig kariesfrei.
  • Die Zahl kariesfreier Gebisse hat sich von 1997 bis 2014 praktisch verdoppelt.
  • Jeder achte ältere Mensch ist völlig zahnlos. 1997 war es noch jeder vierte.
  • Pflegebedürftige ältere Menschen haben jedoch eine höhere Karieserfahrung und weniger eigene Zähne. 
  • Die Zahl der Parodontalerkrankungen nimmt ab. Durch die demografische Entwicklung und die Altersabhängigkeit der Erkrankung ist in der Prognose aber mit einem steigenden Behandlungsbedarf zu rechnen.

Hintergrund

Seit der ersten deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS I) im Jahr 1989 liefert das IDZ durch repräsentative, bundesweit erhobene Daten wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse zur Mundgesundheit der Bevölkerung. Für die fünfte Auflage der Studie wurden von Oktober 2013 bis Juni 2014 deutschlandweit mehr als 4.600 Menschen an 90 Standorten sozialwissenschaftlich befragt und zahnmedizinisch untersucht. Berücksichtigt wurden neben klinischen Daten auch umfangreiche soziodemografische und verhaltensbezogene Einflüsse.

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