Auszubildende während der Corona-Pandemie

Können Auszubildende bei Schließung der Berufsschule stattdessen in der Praxis arbeiten?

Bei fehlendem Unterricht können Auszubildende grundsätzlich in der Praxis beschäftigt werden, sofern damit die maximale Arbeitszeit von 48 Stunden/Woche (volljährige Auszubildende) bzw. 40 Stunden/Woche (minderjährige Auszubildende) nicht überschritten wird.

Die Auszubildenden müssen Kontakt mit der Praxis aufnehmen, um sich zu erkundigen, ob dort ihre Arbeitsleistung an den ausfallenden Berufsschultagen erwartet wird.

Müssen Auszubildende freigestellt werden, wenn die Berufsschule Aufgaben zur häuslichen Bearbeitung stellt oder Online-Unterricht anbietet?

Für Auszubildende, die ab 27. April 2020 nicht oder nicht vollständig am Präsenzunterricht teilnehmen können, ist das „Lernen zuhause" verbindlich. Dabei orientiert sich die Bearbeitungs- und Lernzeit an der sonst üblichen Unterrichtszeit. Die Auszubildenden sind gem. § 15 Berufsbildungsgesetz für diese Zeit von der betrieblichen Ausbildung freizustellen, für die Teilnahmen am Online-Unterricht zu den dafür geforderten Terminen und Zeiten — in der Regel am bzw. an den jeweiligen Berufsschultagen. Die Bearbeitung der häuslichen Aufgaben oder die Teilnahme am Online-Unterricht kann auch in den Büroräumen der Praxis erfolgen.

Wird die Ausbildungsvergütung bei Schließung der Praxis weiterhin gezahlt?

Wird die Zahnarztpraxis vorrübergehend geschlossen, hat der Ausbildende die Auszubildende unter Fortzahlung der Ausbildungsvergütung freizustellen.

Eine derartige Anordnung der Freistellung erfolgt nicht unter Anrechnung auf den der Auszubildenden zur Verfügung stehenden Urlaub.

Unterliegen Auszubildende auch der Immunitätsnachweispflicht gegen COVID-19 ab dem 16. März 2022?

Ja, auch Auszubildende müssen seit dem 16. März 2022 entweder geimpfte oder genesene Personen im Sinne von § 22a Abs. 1 und 2 IfSG sein oder über ein ärztliches Zeugnis, dass sie wegen einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden können, verfügen. Seit dem 20. März kommt zudem ein ärztliches Zeugnis über das Bestehen einer Schwangerschaft im ersten Drittel als Nachweis in Betracht. Die Immunitätsnachweispflicht gilt dabei unabhängig davon, ob die Auszubildenden bereits volljährig oder noch minderjährig sind. Laut Pressemitteilung des StMGP vom 10. September sind die ab 1. Oktober geltenden verschärften Anforderungen für einen vollständigen Impfnachweis (drei statt zwei Einzelimpfungen) allerdings nur für Neueinstellungen ab 1. Oktober zu beachten, das heißt, Personen, die vor dem 1. Oktober bereits in der Zahnarztpraxis tätig sind, müssen keine neuen Nachweise vorlegen! Die Nachweispflicht endet zudem insgesamt mit Ablauf des 31. Dezember 2022. Ab 1. Januar 2023 müssen daher keine (neuen) Nachweise mehr vorgelegt werden.

Weitere Information dazu finden Sie unter:

Einrichtungsbezogene Impfpflicht – Bundesministerium für Gesundheit

www.blzk.de/blzk/site.nsf/id/pa_corona-impfung.html

Impfpflicht in der Zahnarztpraxis – bzaek.de
 

Stand: 04.10.2022

Ansprechpartner

Ausbildung
Zahnärztliches Personal
Jeannette Ludwig
Tel.: 089 230211-332
Fax: 089 230211-333

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