10/13/2016 | compact aktuell | Info BWL Steuer und Recht

Erstmals Umsatzsteuererklärung

Umsatzsteuererklärung für alle Arzt-/Zahnarztpraxen ab 2015

Die Bayerische Finanzverwaltung hat es, wie die meisten anderen Länderfinanzverwaltungen auch, in der Vergangenheit nicht beanstandet, wenn Unternehmer im Gesundheitswesen auf die Abgabe einer Umsatzsteuererklärung verzichtet haben, obwohl seit jeher eine gesetzliche Pflicht zur Abgabe für jeden Unternehmer besteht. Der Bayerische Oberste Rechnungshof hat in seinem Jahresbericht 2016 die Finanzverwaltung hierfür gerügt und ausgeführt, dass sich das Leistungsspektrum und die Strukturen in Gesundheitswesen dahingehend verändert hätten, dass nicht mehr ohne Weiteres von der Steuerbefreiung für sämtliche Tätigkeiten im Gesundheitswesen ausgegangen werden kann. Dies nimmt zumindest die Bayerische Finanzverwaltung zum Anlass, darauf zu bestehen, dass für jede Arzt-/Zahnarztpraxis ab dem Veranlagungszeitraum 2015 eine Umsatzsteuererklärung abzugeben ist, unabhängig davon, ob sich eine Umsatzsteuerschuld ergibt oder nicht.

Die Steuerpflichtigen bzw. deren steuerliche Berater werden von der Finanzverwaltung per Anschreiben aufgefordert, bis Ende 2016 eine Umsatzsteuererklärung für 2015 einzureichen.

Quelle: Kanzlei Fuchs & Martin, Würzburg/Volkach


Info BWL/Steuer/Recht ist ein Service-Angebot der Bayerischen Ärzte- und Zahnärzteberatung GmbH (BÄZB), ein Kooperationspartner der eazf GmbH und BLZK im Bereich der Berufsbegleitenden Beratung.

VOILA_REP_ID=C1257C99:002F5EB3