04/09/2021 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Europäischer Krebsbekämpfungsplan

Die EU-Kommission hat den neuen europäischen Krebsbekämpfungsplan vorgestellt. Er ist eine der zentralen gesundheitspolitischen Initiativen der amtierenden EU-Kommission unter Ursula von der Leyen. Jährlich erkranken 2,7 Millionen Menschen in der EU an Krebs. 1,3 Millionen Patienten erliegen der Krankheit. Unter dem Titel „Europas Plan gegen den Krebs“ präsentiert die Kommission ein umfassendes Konzept von der Krebsprävention über die Behandlung bis zur Förderung der Lebensqualität von Krebskranken und -überlebenden. Für diese Bereiche werden zahlreiche legislative und nicht-legislative Maßnahmen seitens der Kommission angekündigt, die in den nächsten Jahren vorgelegt und umgesetzt werden sollen.

Dazu gehören Reformen der EU-Gesetzgebung zu Lebens- und Genussmitteln wie Tabakprodukten und Alkohol sowie verschärfte Grenzwerte zur Verringerung von Umweltverschmutzung, Schadstoff- und Strahlenbelastung. Hinzu kommen weitere Vorschläge zur Verbesserung der Behandlung von Krebserkrankungen und Initiativen zur Stärkung von Forschung und Innovation in der EU. Eine weitere Maßnahme ist der Aufbau eines EU-Netzwerks onkologischer Spitzenzentren. Darüber hinaus sollen Krebserkrankungen bei Kindern verstärkt ins Blickfeld gerückt werden.

Weitere Kernpunkte sind Initiativen zur Stärkung von Forschung und Innovation in der EU wie zum Beispiel die Gründung eines neuen Wissenszentrums für Krebs. Dies soll auf EU-Ebene zur Koordinierung wissenschaftlicher und technischer Initiativen gegen Krebs beitragen, etwa bei der bildgebenden Diagnostik und der personalisierten Medizin. Zur Umsetzung des Krebsbekämpfungsplans sieht die Kommission Mittel in Höhe von insgesamt vier Milliarden Euro über sieben Jahre vor.


Quelle: BZB 4/2021, S. 11

VOILA_REP_ID=C1257C99:002F5EB3