04/15/2014 | Pressemitteilung

Forscher fühlen Bayern auf den Zahn

Deutsche Mundgesundheitsstudie läuft noch bis 14. Juni

München – Wie gesund sind Mund und Zähne der deutschen Bevölkerung? Dieser Frage geht die derzeit laufende „Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie“ (DMS V) nach. Auch in Bayern macht das DMS V-Team Station.

Ziel der bundesweiten Erhebung ist eine Bestandsaufnahme des aktuellen Mundgesundheitszustands. Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) verspricht sich von der Studie Anhaltspunkte für mögliche Verbesserungen der zahnmedizinischen Vorsorge und Behandlung. Träger des IDZ sind die Bundeszahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung.

In das Forschungsprojekt fließen – wie schon bei früheren Mundgesundheitsstudien – erneut Ergebnisse aus Bayern ein. Dazu wurden nach dem Zufallsprinzip knapp 1 900 Einwohner aus 19 Testgebieten, vier verschiedenen Altersgruppen und allen sozialen Schichten ausgewählt und um ihre freiwillige Teilnahme gebeten. Neben den beiden Großstädten München und Nürnberg sind auch ländlich geprägte Regionen wie die Gemeinde Jachenau in Oberbayern oder der oberfränkische Markt Presseck mit von der Partie. Die zahnmedizinischen Untersuchungen werden voraussichtlich bis zum 14. Juni abgeschlossen sein.

Pflegebedürftige im Fokus

Für den Präsidenten der Bayerischen Landeszahnärztekammer und Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Christoph Benz, ist die DMS V „das bislang ambitionierteste Forschungsprojekt der Zahnärzteschaft“. Umso wichtiger sei es, dass sich die repräsentativ ausgewählten Testpersonen an der Studie beteiligen. Erstmals werden in der Gesamtstudie auch Untersuchungsergebnisse pflegebedürftiger Menschen berücksichtigt. „Damit wollen wir der alternden Bevölkerung in Deutschland Rechnung tragen“, erklärt Benz.

Die Daten aus der zahnmedizinischen Untersuchung und einem umfangreichen Fragebogen zu Zahnputz- und Ernährungsgewohnheiten, den die insgesamt 9 000 Testpersonen selbst ausfüllen, unterliegen strikten Datenschutzbestimmungen. Sie werden anonymisiert, wissenschaftlich aufbereitet und voraussichtlich 2015 in Form eines Forschungsberichts veröffentlicht.

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