01/09/2014 | Pressemitteilung

Kein Mindestlohn für Auszubildende

BLZK begrüßt Klarstellung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles

München – In ihrer Pressekonferenz zu den jüngsten Zahlen des Arbeitsmarktes hat die neue Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles (SPD), klargestellt, dass die Große Koalition nicht beabsichtigt, auch für Auszubildende einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. Diese Aussage hat die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) begrüßt.

„Zahnärztinnen und Zahnärzte leisten einen ganz erheblichen Beitrag zur qualifizierten Ausbildung junger Menschen in unserem Land. Weit mehr als 2 000 neue Ausbildungsverträge werden alleine in Bayern jährlich von den Zahnarztpraxen abgeschlossen“, sagt der Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer, Prof. Dr. Christoph Benz. Der qualifizierte Abschluss der dreijährigen Ausbildung zur/zum Zahnmedizinischen Fachangestellten gewährleiste einen sicheren Arbeitsplatz ebenso wie attraktive Aufstiegsmöglichkeiten, zum Beispiel zur Prophylaxeassistentin bzw. zum Prophylaxeassistenten oder zur/zum Dentalhygieniker/-in. Auch im Verwaltungsbereich der Praxen bieten sich interessante Einsatzmöglichkeiten.

Die Bayerische Landeszahnärztekammer hatte sich – ausgehend von einem Beschluss ihrer Vollversammlung – Mitte Dezember 2013 an alle Bundestagsabgeordneten aus Bayern gewandt und darauf hingewiesen, dass zwischen einer Ausbildungsvergütung und dem gesetzlichen Mindestlohn differenziert werden müsse.

GOZ 2012 missachtet steigende Praxiskosten

Dazu der Vizepräsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer, Christian Berger: „Auch bei der letzten Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte im Jahr 2012 hat der Verordnungsgeber weder die steigenden Personalkosten der Praxen berücksichtigt noch die wachsenden Anforderungen im Bereich der Sicherheit von Medizinprodukten und beim Arbeitsschutz. Stattdessen gilt der Punktwert für die zahnärztliche Einzelleistung seit 1987 unverändert. Wir sind sehr gespannt, wann sich das Bundesverfassungsgericht mit der Frage befassen wird, ob die Verweigerung einer Anpassung des Punktwertes durch Bund und Länder sich noch mit dem Anspruch auf angemessene Vergütung, der sich aus dem Grundrecht der freien Berufsausübung ergibt, vereinbaren lässt.“

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