10/23/2013 | Pressemitteilung

Demografischer Wandel

Hintergrundinformationen zum 54. Bayerischen Zahnärztetag

München – Die demografische Entwicklung der Gesellschaft in Deutschland – und auch in Bayern – ist gekennzeichnet durch die Zunahme der über 65-jährigen Bevölkerung bei gleichzeitiger Abnahme jüngerer Jahrgänge. Betagte und hochbetagte Menschen verbringen ihren letzten Lebensabschnitt zunehmend in Einrichtungen der Alten- und Pflegebetreuung. Drei Viertel der Schwerbehinderten in Deutschland sind älter als 55 Jahre.

Die langfristige Abnahme der Bevölkerung im Freistaat sowie die Alterung der Bevölkerung sind für das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung die zwei wichtigsten Merkmale des demografischen Wandels in Bayern. Die Altersstruktur ändert sich signifikant: Die Altersgruppe der Über-65-Jährigen wächst zwischen 2011 (2,47 Millionen Personen) und 2031 um 36,6 Prozent auf 3,37 Millionen Personen an. Die Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahren bleibt bis 2021 relativ konstant, danach sind deutlich mehr Menschen 65 Jahre und älter als jüngere Menschen nachkommen: Sowohl die Anzahl als auch der Anteil der Menschen unter 20 Jahren geht bis 2031 zurück.

Pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes waren Ende 2011 2,5 Millionen Menschen in Deutschland. 5 Prozent davon waren 70 bis 75 Jahre alt, 59 Prozent 90 Jahre und älter. Mehr als zwei Drittel (70 Prozent bzw. 1,76 Millionen) der Pflegebedürftigen wird zu Hause versorgt – in der Regel von Angehörigen. Weitere 576 000 Pflegebedürftige leben ebenfalls zu Hause, die Betreuung erfolgt jedoch mithilfe von Pflegediensten. 743 000 Personen (30 Prozent) leben vollstationär in Pflegeheimen. Im Vergleich zu 1999 stieg die Zahl der in Heimen Versorgten um 32 Prozent (Quelle: Pflegestatistik 2011 des Statistischen Bundesamts).

Laut Statistischem Bundesamt waren Ende 2011 bei den Versorgungsämtern 7,3 Millionen Menschen als Schwerbehinderte amtlich anerkannt. Das entspricht einem Anteil von rund 8,9 Prozent der Bevölkerung. Drei Viertel des Personenkreises waren älter als 55 Jahre, ein gutes Viertel (29,2 Prozent) sogar 75 Jahre und älter. Knapp die Hälfte (45,8 Prozent) gehörte der Altersgruppe der 55- bis Unter-75-Jährigen an.

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