12/11/2013 | Info Mundgesundheit

Smoothies mit Umsicht genießen

Trendgetränk kann Schäden am Zahnschmelz verursachen

München – Erdbeeren, Pfirsiche und Maracuja – vor allem im Winter kann es schwierig sein, all das Obst zu kaufen, das man gerne essen möchte. Smoothies, sogenannte Ganzfruchtgetränke, können hier eine Alternative sein. Wer sie trinkt, sollte jedoch ein paar Regeln beachten, um Erosionen und Karies an den Zähnen zu vermeiden. „Fruchtzucker und Säure des pürierten und konzentrierten Obstes greifen besonders den Zahnschmelz an“, sagt Prof. Dr. Christoph Benz, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer, „Smoothies sind für die Zähne ähnlich schädlich wie Süßigkeiten.“

Je weniger verarbeitet das Obst im Smoothie ist, desto gesünder ist er. Bereits beim Schälen von Obst gehen Ballast- und Mineralstoffe, Vitamine und sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe verloren. Jede weitere industrielle Verarbeitung mindert die gesundheitsfördernde Wirkung. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe eines Smoothies lohnt sich: Solche mit Fruchtpüree sind Produkten aus Konzentrat beziehungsweise Saft vorzuziehen.

Entstehung von Karies und Erosionen stoppen

Vor allem die Zähne müssen dem hohen Fruchtzucker- und Säurehalt von Smoothies standhalten. Die verarbeiteten Früchte enthalten Säuren, die Zähne entkalken und Erosionsschäden hervorrufen können. Die Zähne werden empfindlich und schmerzen. Fruchtzucker besitzt eine hohe Kariogenität, das heißt, sein Genuss kann besonders schnell zu Karies führen. Die Bakterien in der Mundhöhle bauen den Zucker zu Säuren ab, die Zähne werden demineralisiert, Karies entsteht. Außerdem fällt beim Trinken das Kauen des Obstes weg, das die Produktion von schützendem Speichel auslöst.

Um die Entstehung von Zahnschäden zu stoppen, sollten Smoothies nur in Verbindung mit einer der drei Hauptmahlzeiten auf den Tisch kommen. Die Dauer des Trinkens gilt es zu begrenzen, ebenso die Häufigkeit. „Aus zahnärztlicher Sicht eignen sich Smoothies nicht als Zwischenmahlzeiten“, sagt Professor Benz. „Sie sollten eher so sparsam wie Süßigkeiten konsumiert werden.“

Um den Säuregehalt in der Mundhöhle nach dem Verzehr von Smoothies zu reduzieren, empfiehlt sich das Kauen zuckerfreien Kaugummis. So kommt der Speichelfluss in Gang, die Zähne werden remineralisiert. Auch das Ausspülen des Mundes mit Wasser kann die Säure neutralisieren. Mit dem Zähneputzen gilt es, mindestens 30 Minuten zu warten.

Pressemeldung als PDF (88 KB)

Pressekontakt

Leiterin Geschäftsbereich Kommunikation
Isolde M. Th. Kohl
Tel.: 089 230211-130

Nachricht senden

Downloads

VOILA_REP_ID=C1257C99:002F5EB3