11/12/2013 | Info Mundgesundheit

Wechselwirkungen nicht unterschätzen

Weltdiabetestag: Fünf Tipps zur Mundpflege – und zur Allgemeingesundheit

München – Obwohl sie wissenschaftlich längst nachgewiesen sind, werden die Wechselwirkungen zwischen Diabetes mellitus und Munderkrankungen wie Parodontitis von vielen Menschen auf die leichte Schulter genommen. Zum Weltdiabetestag am 14. November gibt die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) Tipps, worauf Patienten bei der Mundpflege achten sollten.

Parodontitis gehört zu den häufigsten Erkrankungen in der Mundhöhle. Verursacht wird die Zahnbetterkrankung durch Bakterien im Zusammenwirken mit weiteren Faktoren (z. B. Rauchen, Stress und Vererbung). Das Problem: Im fortgeschrittenen Stadium kann es zur Lockerung und – im Extremfall – zum Verlust von Zähnen kommen.

Weil Diabetiker bei schlechter Blutzuckereinstellung ein dreimal höheres Risiko für die Entstehung von Parodontitis haben, sehen Wissenschaftler die Munderkrankung als Komplikation des Diabetes mellitus an. „Diabetiker haben meist tiefere Zahnfleischtaschen und weniger zahnumgebenden Knochen. Bei diesen Patienten kann Parodontitis schneller voranschreiten“, erklärt Prof. Dr. Christoph Benz, Präsident der BLZK.

Für Betroffene gibt es aber auch eine gute Nachricht. „Bei gut eingestellten Diabetikern ist eine Parodontitistherapie genauso erfolgreich wie bei Nichtdiabetikern. Durch die Beseitigung der bakteriellen Infektion und Entzündung des Zahnhalteapparats kann sogar der Blutzuckerspiegel deutlich gesenkt werden. Das haben zahlreiche Studien zum Typ 2-Diabetes gezeigt“, so Benz.

Mit einem Fünf-Punkte-Plan können Diabetiker aktiv gegen Parodontitis vorbeugen – und damit ihre Allgemeingesundheit verbessern:

  1. Putzen Sie Ihre Zähne zweimal pro Tag.
  2. Verwenden Sie für die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume Hilfsmittel wie Zahnseide oder Interdentalraumbürsten.
  3. Gehen Sie zweimal im Jahr zu einer professionellen Zahnreinigung.
  4. Vereinbaren Sie zusätzlich zur jährlichen Kontrolle durch Ihren Zahnarzt mindestens einen weiteren Untersuchungstermin, um das Parodontitisrisiko zu senken.
  5. Informieren Sie Ihren Zahnarzt über Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus, die Einnahme von Medikamenten und Ihre aktuelle Blutzuckereinstellung.

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Leiterin Geschäftsbereich Kommunikation
Isolde M. Th. Kohl
Tel.: 089 230211-130

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