10/23/2013 | Info Mundgesundheit

Vorbeugen lohnt sich – gerade im Alter!

Wie sich fitte Senioren eine gute Mundgesundheit erhalten können

München – „Vorbeugen lohnt sich immer“, sagt Prof. Dr. Christoph Benz, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer. Gerade ältere Menschen können sich mit einer regelmäßigen zahnmedizinischen Prophylaxe eine gute Gesundheit sowie ein Stück Lebensqualität sichern. Da die Bevölkerung immer älter wird, ist die Alterszahnmedizin auch in der zahnmedizinischen Fachwelt ein Thema: Unter dem Titel „Biss im Alter – die Zahnbehandlung des gealterten Patienten“ findet vom 24. bis 26. Oktober 2013 in München der Bayerische Zahnärztetag statt, der Fortbildungskongress der bayerischen Zahnärzte.

Die Tipps für eine gute Mundgesundheit von Prof. Dr. Christoph Benz, Experte für Alterszahnmedizin und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin, sind für fitte Senioren leicht umzusetzen: Neben dem Zähneputzen (zweimal täglich zwei Minuten) empfiehlt er, zweimal täglich einen Zungenreiniger zu verwenden. „Das ist ein Zusatzaufwand von zehn Sekunden, der sich lohnt“, sagt Benz. „Denn rund 60 Prozent der Bakterien im Mund sitzen auf der Zunge.“

Biologische Zahnbürste und professionelle Zahnreinigung

Ausreichend trinken kann zusätzlich zur mechanischen Reinigung der Mundhöhle den Speichelfluss – die „biologische Zahnbürste“ – anregen. 1,5 Liter zucker- und säurefreie Getränke pro Tag sollten es sein. Alternativ regt Kaugummikauen oder Bonbonlutschen (zuckerfrei) die Speichelproduktion an. Rauchen und Medikamente hingegen machen den Speichel zähflüssig.

Gerade für ältere Menschen lohnen sich die regelmäßigen Kontrollbesuche beim Zahnarzt ein- bis zweimal im Jahr. Der Zahnarzt beurteilt den Zustand der Mundgesundheit, gibt Tipps zur Mundpflege zu Hause und greift ein, bevor Schmerzen entstehen. Eine professionelle Zahnreinigung erhöht die Chance, die natürlichen Zähne bis ins hohe Alter zu erhalten.

Bei mangelnder Mundpflege werden Zähne zu einem Magneten für Probleme. Der Mund ist Eintrittspforte für Bakterien, die sich im Körper ausbreiten und das Risiko für Lungen-, Herz- und Demenzerkrankungen sowie für Schlaganfälle erhöhen. Hinzu kommt der Verlust der Kau- und Sprechfunktion, wenn Zähne oder Zahnfleisch schmerzen oder Zähne gar gezogen werden müssen. Auch die psychischen Folgen eines veränderten Aussehens bei Zahnlosigkeit sind nicht zu vernachlässigen.

Pressemeldung als PDF (88 KB)

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