05/27/2013 | Info Mundgesundheit

Rauchen ist Gift für Mund und Zähne

BLZK empfiehlt regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt

München – Rauchen sorgt nicht nur für hässliche Verfärbungen der Zähne, sondern ist auch eine ernsthafte Bedrohung für die Mundgesundheit. Darauf weist die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2013 hin.

Der „blaue Dunst“ gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Entzündungen des Zahnhalteapparats (Parodontitis). Für so manchen Zahn kann das fatale Folgen haben – und irgendwann gibt es schließlich kein Halten mehr. „Im fortgeschrittenen Stadium schädigt Parodontitis den Kieferknochen und führt zur Lockerung von Zähnen“, warnt der Präsident der BLZK, Prof. Dr. Christoph Benz. Dem behandelnden Zahnarzt bleibe daher manchmal gar keine andere Wahl, als die betroffenen Zähne zu ziehen.

Höheres Risiko für (Mundhöhlen-)Krebs

Alarmierend ist auch eine andere Statistik: Raucher haben ein fünfmal höheres Risiko, an Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu erkranken. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums werden jedes Jahr bei etwa 10 000 Patienten in Deutschland Tumore in der Mundhöhle oder im Rachen entdeckt. Knapp die Hälfte der Betroffenen stirbt daran.

Mundhöhlenkrebs gilt als besonders heimtückisch, weil diese Krebsart lange Zeit keine Beschwerden bereitet und oft nicht gleich erkannt wird. Bei Männern ist es die fünfthäufigste, bei Frauen die 15-häufigste Krebsneuerkrankung. Der Verzicht auf Zigarette, Zigarre & Co. könnte viele dieser Fälle von vornherein verhindern.

Umso wichtiger sind regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt. „In der Zahnarztpraxis können erste Anzeichen von Zahn- oder Munderkrankungen bereits im Frühstadium erkannt und rechtzeitig die notwendigen Therapiemaßnahmen eingeleitet werden“, betont der BLZK-Präsident. Aus diesem Grund sollten Raucher individuelle Vorsorgetermine vereinbaren. Benz: „Am besten wäre es natürlich, zusätzlich mit dem Rauchen aufzuhören. Auch dabei kann der Zahnarzt seine Patienten unterstützen. Entscheidend ist aber letztlich die eigene Motivation."

Pressekontakt

Leiterin Geschäftsbereich Kommunikation
Isolde M. Th. Kohl
Tel.: 089 230211-130

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