09/09/2011 | Info Mundgesundheit

Für alle Fälle: die Zahnrettungsbox

Bayerische Landeszahnärztekammer zum Schulanfang

München – Zahnunfälle in Schulen sind relativ häufig. Zahnrettungsboxen können helfen, ausgeschlagene Zähne zu retten und Spätfolgen zu vermeiden. Vor allem Jungen im Grundschulalter sind gefährdet. Präventive Maßnahmen, wie z.B. ein Mundschutz, tragen dazu bei, Verletzungen im Schulsport zu vermeiden. „Nach einem Zahnunfall müssen Verletzte sofort zum Zahnarzt, damit der ganze Mund untersucht wird“, so Prof. Dr. Christoph Benz, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer.

Ist ein Zahnunfall passiert, kommt es auf das Verhalten des Verletzten und der Helfer an, ob der Zahn gerettet werden kann. Grundsätzlich gilt, dass die Wurzeloberfläche nicht austrocknen darf, der Zahn sofort feucht gehalten werden muss, die Wurzeloberfläche nicht berührt wird und nicht desinfiziert werden darf. In einer Zahnrettungsbox überleben Zellen im Zahnhaltegewebe der Zähne bei Zimmertemperatur mindestens 24 bis 48 Stunden. Zahnrettungsboxen sind in Apotheken erhältlich und können vorrätig angeschafft werden.

Richtig handeln beim Zahnunfall

Ist ein Zahn sehr stark gelockert, muss er unter Umständen noch am Unfallort entfernt werden. Es besteht die Gefahr, dass der Verletzte den Zahn einatmet oder verschluckt. Ist der Zahn nicht mehr zu sehen, wurde er entweder ausgeschlagen oder in den Kiefer geschoben. Ein Röntgenbild beim Zahnarzt bringt Klarheit. Bei einem ausgeschlagenen Zahn ist es wichtig, den Unfallort nach dem Zahn abzusuchen. Bruchstücke sollten ebenfalls gesucht sowie feucht und keimarm (z.B. in der Zahnrettungsbox) aufbewahrt werden. Nur der Zahnarzt kann Bruchstücke mit Spezialkleber wieder am Zahn befestigen.

Nach jedem Zahnunfall ist – unabhängig von sichtbaren Schäden – sofort ein Zahnarzt aufzusuchen. Insbesondere die Behandlung nach Schul-, aber auch Arbeitsunfällen muss genau dokumentiert werden. Nur so können eventuelle Folgeschäden auf den Unfall zurückgeführt werden. Besonders bei Kindern im Wachstumsalter kann der verletzte Zahn in der Entwicklung zurückbleiben, während die Nachbarzähne mit dem Knochen zusammen weiterwachsen. Eine regelmäßige Nachuntersuchung beim Zahnarzt ist unerlässlich.

Pressekontakt

Leiterin Geschäftsbereich Kommunikation
Isolde M. Th. Kohl
Tel.: 089 230211-130

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