06/30/2020 | Nachrichten | BLZK Coronavirus

500 Millionen Euro sollen Ausbildungsplätze sichern

Eckpunkte des Förderprogramms „Ausbildungsplätze sichern“

Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ will die Bundesregierung verhindern, dass die Folgen der Covid-19-Pandemie die beruflichen Zukunftsperspektiven junger Menschen beeinträchtigen. Nun stehen die Eckpunkte des Programms fest; detaillierte Förderrichtlinien folgen. Sobald Anträge bei den örtlich zuständigen Agenturen für Arbeit gestellt werden können, wird die BLZK darüber informieren.

Das Programm richtet sich an KMU (Betriebe mit bis zu 249 Mitarbeitern), die durch die Corona-Pandemie in erheblichem Umfang betroffen sind (Umsatzeinbrüche von mindestens 60 Prozent, Durchführung von Kurzarbeit etc.). Die Auszahlung von Förderungen an betroffene Betriebe soll dabei helfen, Ausbildungsplätze zu erhalten und ihren Auszubildenden einen erfolgreichen Abschluss zu ermöglichen. Die Summe der Fördergelder wird auf insgesamt 500 Millionen Euro geschätzt.

Folgende Eckpunkte beinhaltet das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“:

  1. Betriebe, die ihre Anzahl an Ausbildungsplätzen im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nachweislich halten konnten, erhalten einen einmaligen Zuschuss von 2000 Euro pro jeden für 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag (nach bestandener Probezeit der Auszubildenden).
  2. Betriebe, die ihr Ausbildungsniveau sogar nachweislich erhöhen konnten, erhalten für jeden zusätzlich geschaffenen Ausbildungsplatz einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro (ebenfalls nach bestandener Probezeit der Auszubildenden.)
  3. Um Kurzarbeit bei Auszubildenden zu vermeiden, können Unternehmen bei einem nachgewiesenen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent im gesamten Betrieb eine Förderung in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung beantragen. Diese Förderung gilt bis zum 31. Dezember 2020.
  4. Eine Förderung beantragen können auch KMU, Überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS) sowie andere etablierte Ausbildungsdienstleister, wenn sie Auszubildende im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate ausbilden. So können Azubis ihre Ausbildung auch dann weiterführen, wenn ihr eigentlicher Ausbildungsbetrieb Corona-bedingt eingeschränkt ist oder sogar schließen musste.
  5. Pro nachweislich übernommenen Auszubildenden erhalten KMU eine einmalige Übernahmeprämie in Höhe von 3000 Euro. Diese Förderung ist auf den Zeitraum bis zum 31. Juni 2021 befristet.

Das vollständige Eckpunkte-Papier der Bundesregierung zum Programm „Ausbildungsplätze sichern“ finden Sie hier:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/gesetzesvorhaben/ausbildungsplaetze-sichern-1763542

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