10/01/2021 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Freie Berufe zwischen Wachstum und Fachkräftemangel

Der aktuelle Bericht zur Lage der Freien Berufe in Bayern 2020 gibt einen Überblick über die berufliche und wirtschaftliche Situation der verschiedenen Freien Berufe in den vergangenen fünf Jahren. Demnach ist die Zahl der selbstständigen Freiberufler zwischen 2015 und 2020 um etwa 17 Prozent auf knapp 248.000, die Zahl der Erwerbstätigen in den Freien Berufen gesamt sogar um knapp 20 Prozent auf 967.000 gestiegen. Das Wachstum betrifft aber nicht alle Berufsgruppen in gleichem Maße. So ist die Zunahme bei den Freien Heilberufen insgesamt zwar am stärksten, allerdings gilt dies vor allem für Psychotherapeuten und die statistische Sammelkategorie „Andere Freie Heilberufe“. Für Ärzte und Zahnärzte zeigte sich dagegen jeweils ein zahlenmäßiger Rückgang um etwa vier Prozent.

Einen speziellen Fokus legt der Bericht auf die Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung. Es wurde untersucht, inwiefern in den Freien Berufen Mitarbeiter- bzw. Fachkräftemangel herrscht, welche Berufsgruppen und Berufe davon betroffen sind und welche Gründe hierfür in Betracht kommen. Wie sich zeigt, ist in den Freien Heilberufen der Mangel an Bewerbern besonders eklatant: 83,6 Prozent der Befragten dieser Berufsgruppe benannten diesen Aspekt als Schwierigkeit bei der Gewinnung von Mitarbeitern.

Der Bericht zur Lage der Freien Berufe in Bayern basiert auf einer Studie des Instituts für Freie Berufe (IFB) in Nürnberg, die im Auftrag des VFB und mit Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie erstellt wurde. Stichtag der Erhebung war der 1. Januar 2020.

Die Studie des IFB ist hier abrufbar:

Bericht zur Lage der Freien Berufe in Bayern 2020 (PDF | 1,32 MB)

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