12/08/2020 | Nachrichten | Coronavirus Referat Freie Berufe und Europa

Impfstrategie gegen Covid-19

Ein Strategiepapier für eine europaweite Impfung gegen Covid-19 hat die Europäische Kommission vorgestellt. Angesichts der Unstimmigkeiten zwischen den EU-Mitgliedsstaaten bei Ausbruch der Pandemie möchte die EU möglichen weiteren Differenzen schon im Vorfeld begegnen. Bereits im Sommer hatte die EU-Kommission eine Reihe von Verträgen mit unterschiedlichen Pharmaunternehmen zur gemeinsamen europäischen Beschaffung von Impfstoffen gegen Covid-19 abgeschlossen.

Dem Strategiepapier zufolge werden alle Mitgliedsländer gleichzeitig auf diese beschafften Impfstoffe zugreifen können. Jeder EU-Staat soll dabei einen Anteil erhalten, der dem bevölkerungsbezogenen Verteilungsschlüssel entspricht. Zur Sicherung einer erfolgreichen Bereitstellung und ausreichenden Akzeptanz der Impfstoffe sollen die Mitgliedstaaten eine ausreichende Personal- und Sachausstattung für diejenigen Stellen gewährleisten, die die Impfungen durchführen werden.

In der Mitteilung benennt die Kommission zudem die Bevölkerungsgruppen, die in der Anfangsphase, solange die Produktionskapazitäten begrenzt sind, den Impfstoff vorrangig erhalten sollen. Hierzu gehören insbesondere Beschäftigte im Gesundheitswesen und in anderen systemrelevanten Bereichen, über 60-Jährige sowie Angehörige von Risikogruppen.


Quelle: BZB 12/2020, S. 22

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