09/07/2015 | Pressemitteilung

Berger: Einigung der KZVB mit der AOK war überfällig

BLZK-Präsident begrüßt das Ende der Hängepartie im Honorarstreit

München – Den aktuellen Vertragsabschluss zwischen der bayerischen AOK und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns über die vertragszahnärztlichen Honorarvolumina für die Jahre 2014 bis 2016 hat der Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK), Christian Berger, ausdrücklich begrüßt. „Damit konnte eine Hängepartie beendet werden, die für jede Menge Unsicherheit in den Vertragszahnarztpraxen gesorgt hat.“ Offen bleibe die Frage, ob es auch auf Basis der neu geschlossenen Verträge in den kommenden Monaten noch „Puffertage“ geben werde.

Allerdings habe der derzeitige Vorstand der KZVB einige „Kröten schlucken“ müssen. So werde der Honoraranstieg im kommenden Jahr auf die Grundlohnsummensteigerung festgesetzt – Raum für Verhandlungen habe die KZVB dann keinen mehr. Auch liege das jetzt erzielte Verhandlungsergebnis – 3,23 Prozent mehr Vergütung für 2014 und 2,53 Prozent mehr für das laufende Jahr – deutlich unter dem vom Schiedsamt im Jahr 2014 festgesetzten und von der AOK beklagten Anstieg der Gesamtvergütung in Höhe von 4,3 Prozent.

Dass die Einigung auch das Jahr 2016 bereits mit einbezieht, wertet Christian Berger, der zugleich Mitglied in der Vertreterversammlung des KZVB ist, als Zeichen dafür, dass die derzeitige Spitze der Kassenzahnärzte im Freistaat nun zur „Abrüstung“ bereit ist und den Streit mit der Krankenkasse auf dem bisherigen Niveau nicht fortsetzen will. Andererseits stelle sich die Frage, ob das jetzt vorliegende Ergebnis nicht bereits im vergangenen Jahr hätte erzielt werden können. Berger: „Gespräche sind immer besser als aggressive Pressemitteilungen und martialische Artikel in der KZVB-Hauspostille.“

Unter Bezugnahme auf die Kritik der amtierenden KZVB-Vorsitzenden wegen der Gespräche, die die Kammerspitze im Mai mit dem Vorstand der AOK Bayern geführt hatte, meint Berger: „Vielleicht war es ja gar nicht so verkehrt, dass wenigstens ein Teil der bayerischen Standespolitik bereits zu diesem Zeitpunkt den Dialog gesucht hat.“

VOILA_REP_ID=C1257C99:002F5EB3