08/02/2017 | Nachrichten | Referat Praxisfuehrung

Qualifikation als Hygiene- oder Sterilgutbeauftragte nicht erforderlich

Ausbildung zur ZFA und ZAH reicht für die Medizinprodukteaufbereitung aus

Das Absolvieren eines gesonderten Sachkenntniskurses für förmlich ausgebildetes Fachpersonal wird in der RKI-Empfehlung "Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten" nicht pauschal gefordert. Die entsprechenden Sachkenntnisse gemäß Anlage 6 der RKI-Empfehlung „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten“ werden bereits im Rahmen der Ausbildung erworben. Eine zusätzliche Fortbildung oder Prüfung ist nicht verpflichtend.

Der Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten beziehungsweise zur Zahnarzthelferin reicht demnach als Qualifikation für die Aufbereitung von Medizinproduktion grundsätzlich aus, unabhängig vom Zeitpunkt des Abschlusses.

Freiwillige Fortbildung empfehlenswert

Dennoch sollten die Kenntnisse der aufbereitenden Personen laufend aktuell gehalten werden. Veränderte Arbeitsbedingungen, individuelle Defizite oder gesetzliche Neuerungen können beispielsweise eine Anpassung der Kenntnisse erforderlich machen. Dies ist möglich mit geeigneten Fortbildungen, wie sie unter anderem die Bayerische Landeszahnärztekammer anbietet, oder mit praxisinternen Schulungen.

Hintergrund

Fast jeden Tag erreichen das Referat Praxisführung der Bayerischen Landeszahnärztekammer Anfragen aus Zahnarztpraxen zu Medienberichten und Werbematerialien über Kurse zu den Sachkenntnissen in der Medizinprodukteaufbereitung, die angeblich verpflichtend sind. Dazu stellt BLZK fest: Qualifikationen zur „Hygienebeauftragten“ oder „Sterilgutbeauftragten“ mögen für Fortbildungsanbieter lukrativ sein, laut Gesetz erforderlich sind sie in Bayern jedoch nicht.

Kontakt

Referat Praxisführung der BLZK 
Tel.: 089 72480-194/-196


Aufbereiten ohne „Führerschein”

Qualifikation als Hygiene- oder Sterilgutbeauftragte nicht erforderlich.

Zum Artikel im BZB 07-08/2017, S. 38-39

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