12/02/2015 | Info Mundgesundheit

Zahnarztkosten können die Steuer senken

Außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung angeben

München – Kosten für Behandlungen beim Zahnarzt, die der Patient selbst trägt, können als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung angegeben werden. Übersteigen die Aufwendungen einen entsprechenden Grenzbetrag, kann die Steuer sinken. Das Infoblatt „Zahnbehandlung und Steuern“ der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) zeigt, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Das Infoblatt bietet eine knappe Erstinformation, individuelle Fragen zur Steuererklärung beantworten Steuerberater, Lohnsteuerhilfeverein oder das Finanzamt.

Laut Einkommensteuerrecht gehört der Eigenanteil zahnmedizinischer Kosten zu den Aufwendungen, denen sich der Steuerzahler aus „tatsächlichen (…) Gründen nicht entziehen kann“ (§ 33 Einkommensteuergesetz). Weitere außergewöhnliche Belastungen können selbst getragene Krankheitskosten für ärztliche Heilbehandlungen oder medizinische Hilfsmittel (z.B. für Brücke, Krone, Prothese, Implantat) sowie Zuzahlungen für Medikamente sein.

Kosten werden als außergewöhnlich anerkannt, wenn „einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands“ (§ 33 EStG) entstehen. Eine entsprechende Tabelle nach § 33 EStG enthält das Infoblatt „Zahnbehandlung und Steuern“ der BLZK.

Kosten jedes Jahr zusammenzählen

Erst am Ende eines Jahres stellt sich heraus, ob die angefallenen Kosten aus allgemeinen außergewöhnlichen Belastungen und Krankheitskosten die entsprechende Grenze der zumutbaren Belastung übersteigen. Gegebenenfalls können sich das zu versteuernde Jahreseinkommen und damit die Steuerschuld verringern. Wessen Kosten sich kurz vor Jahresende knapp unter dem entsprechenden Grenzbetrag bewegen, der sollte die Rechnung einer anstehenden Behandlung noch im selben Jahr bezahlen – und Steuern sparen.

Das Infoblatt „Zahnbehandlung und Steuern“ der BLZK kann beispielsweise im Wartezimmer der Zahnarztpraxis ausgelegt werden. Es steht unter shop.blzk.de als PDF zum Heruntergeladen bereit. Hier befindet sich auch die Audioausgabe des Infoblatts.

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