06/09/2016 | Pressemitteilung

Patientensicherheit durch Qualitätsversprechen

Gemeinsames Thesenpapier von bayerischen Zahnärzten und Zahntechnikern

München/Nürnberg – Grundsätze einer qualitativ hochwertigen zahntechnischen Versorgung aus Sicht von Zahnärzten, Zahntechnikern und Patienten haben die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK), die Südbayerische Zahntechniker-Innung (SZI) und die Innung des Zahntechniker-Handwerks Nordbayern (NBZI) vorgelegt.

In einem von den beiden Obermeistern Uwe Breuer (SZI) und Helmut Knittel (NBZI) sowie vom Präsidenten der BLZK, Christian Berger, unterzeichneten Thesenpapier heißt es unter anderem: „Die zahnärztliche Heilbehandlung basiert neben der persönlichen und fachlichen Qualifikation des Zahnarztes auf einem leistungsfähigen Zahntechnikerhandwerk. Zahnärzte und Zahntechniker rechtfertigen das Vertrauen durch ihre persönliche und wohnortnahe Leistung, die einem hohen Qualitätsanspruch unterliegt.“

Das weltweit anerkannte hohe zahnmedizinische und zahntechnische Versorgungsniveau in Deutschland bietet Patienten einen erheblichen Mehrwert bei Mundgesundheit, Qualität und Ästhetik. Deshalb sehen Zahnärzte und Zahntechnikermeister in der „Vermittlung“ von Praxen und Labors durch private und gesetzliche Krankenversicherungen einen Eingriff in das gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen Zahnarzt und Patient.

Sie fordern insbesondere private Krankenversicherungsunternehmen auf, ihre sogenannten „Sachkostenlisten“, mit denen Erstattungsleistungen für die Versicherten beschränkt werden, transparenter zu machen. Der Versicherer müsse den Versicherten schon beim Abschluss des Versicherungsvertrages objektiv und umfassend über Leistungseinschränkungen aufklären.

Allianz gegen Billiganbieter

Gemeinsam wollen sich Zahnärzte wie Zahntechniker auch gegen Billiganbieter zur Wehr setzen: „Hochwertige Dienstleistungen der Heilberufe und Werkleistungen des Gesundheitshandwerks können nicht zu Billigstpreisen erbracht werden.“

Von der Politik fordern die Organisationen der Zahnärzte und Zahntechniker, die Rahmenbedingungen für zahnärztliche Dienstleistungen und zahntechnische Werkleistungen in Deutschland so zu gestalten, „dass die Patientenbehandlung im eigenen Land nicht durch Überregulierung weiter erschwert wird“. Auch in Zukunft müsse es gut ausgebildete Zahnärzte und Zahntechnikermeister in Deutschland geben, um die zahntechnische Versorgung der Patienten auf höchstem Niveau und auch in der Fläche sicherstellen zu können. Dies sichere Ausbildungs- und Arbeitsplätze in innovativen und zukunftsorientierten Berufen.

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