07/14/2016 | compact aktuell | Info BWL Steuer und Recht

Keine Werbungskosten

Beiträge zu einer Risikolebensversicherung sind keine Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung

Häufig verlangen Banken bei der Gewährung von Darlehen, dass der Darlehensnehmer hierfür eine Risikolebensversicherung abschließt, so dass im Todesfall das Darlehen vollständig von der Auszahlung der Lebensversicherung getilgt wird. Wenn solche Darlehen für steuerlich zu berücksichtigende Zwecke verwendet werden, zum Beispiel zur Finanzierung einer vermieteten Immobilie oder zum Praxiserwerb, liegt der Gedanke nicht fern, die Beiträge zur Risikolebensversicherung als Werbungskosten beziehungsweise Betriebsausgaben geltend zu machen.

Der Bundesfinanzhof hat nun mit einem aktuellen Urteil leider entschieden, dass dies nicht möglich ist. Zur Begründung führt er an, dass der Abschluss einer Risikolebensversicherung einen starken Veranlassungszusammenhang zur privaten Lebensführung ausweist, so dass der wirtschaftliche Zusammenhang mit dem Darlehen derart in den Hintergrund gedrängt wird, dass ihm nur noch eine untergeordnete Bedeutung zukommt.

Beiträge zu (Risiko-)Lebensversicherungen sind also nach wie vor steuerlich nicht abzugsfähig. Dementsprechend sind Leistungen aus solchen Versicherungen auch nicht einkommensteuerpflichtig.

Quelle: BÄZB


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