08/12/2016 | Pressemitteilung

Gesundheitsfonds ist kein Verschiebebahnhof!

BLZK-Präsident Christian Berger fordert sinnvolle Mittelverteilung

München – Den Plänen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), für die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen eine Milliarde Euro aus dem Gesundheitsfonds zu entnehmen, erteilt der Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK), Christian Berger, eine Absage.

Berger betont in diesem Zusammenhang, dass der Gesundheitsfonds vor allem aus Beiträgen der gesetzlich Versicherten gespeist wird, die für deren Behandlung in Krankheitsfällen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen sind. Fachleute weisen schon heute darauf hin, dass die milliardenschwere Liquiditätsreserve des Fonds angesichts der demografischen Entwicklung bald abgeschmolzen sein wird.

„Gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

„So sehr ich mich von Anfang an für eine angemessene und notwendige zahnärztliche Versorgung der Flüchtlinge ausgesprochen habe, so sehr bin ich auch davon überzeugt, dass dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die nicht aus Beitragsmitteln der gesetzlich Versicherten, sondern aus Steuermitteln finanziert werden muss. Wir haben schon zu viele Verschiebebahnhöfe in der gesetzlichen Krankenversicherung“, so der Präsident der BLZK.

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