10/24/2016 | Pressemitteilung

Großer Erfolg: 57. Bayerischer Zahnärztetag

Programm war bereits vor Kongressbeginn ausgebucht

München – Einmal mehr stellten Zahnärztinnen und Zahnärzte ihre Bereitschaft zur fachlichen Fortbildung, ihr großes Interesse an modernen Behandlungsmethoden und medizinisch-technischen Innovationen beim 57. Bayerischen Zahnärztetag vom 20. bis 22. Oktober in München unter Beweis. Sowohl der wissenschaftliche Kongress für Zahnärzte als auch das Programm für das zahnärztliche Personal waren bereits vor Beginn der Veranstaltung ausgebucht. Zahlreiche Teilnehmer kamen aus den angrenzenden Bundesländern sowie aus Italien, Österreich, der Schweiz und Kroatien.
 
Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Kongresses standen die Möglichkeiten der restaurativen Zahnmedizin unter dem Thema „Zahnerhalt statt Zahnersatz – Restauration versus Reparatur“. „Der Bayerische Zahnärztetag ist in seinem Konzept erfolgreicher denn je. Die Kooperation mit den Fachgesellschaften – in diesem Jahr mit der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) – hat sich erneut bewährt. Wir danken dem DGZ-Präsidenten Prof. Dr. Matthias Hannig für seine Mitwirkung, die wertvolle Impulse für die Konzeption gebracht hat“, so Christian Berger, Präsident der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) und Leiter des Bayerischen Zahnärztetages.

Für eine starke Selbstverwaltung

In seiner Eröffnungsrede anlässlich des Festakts am 20. Oktober warb der BLZK-Präsident für einen stärkeren Zusammenhalt im Berufsstand. „Im Vorfeld der Wahlen im Bund und in Bayern geht es darum, unsere zahnärztlichen und freiberuflichen Positionen wieder deutlicher an die große Politik heranzutragen“, sagte er vor 350 Ehrengästen aus Politik, Standespolitik, Gesundheitswesen und Gesellschaft. Zu den Forderungen der Zahnärzteschaft zählen unter anderem die Stärkung der Selbstverwaltung und der Erhalt des Wettbewerbs zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. „Eine Einheitsversicherung löst keines der Probleme, die wir im Gesundheitswesen haben“, so Berger.
 
Der Vorsitzende des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB), Dr. Janusz Rat, kritisierte das vom Bundesministerium für Gesundheit vorgelegte „GKV-Selbstverwaltungsstärkungsgesetz“. Der Entwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe verdiene eher den Namen „Selbstverwaltungsvernichtungsgesetz“, so Rat. Dieser Kritik schloss sich der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, an: „Hier werden Rechtsaufsicht und Fachaufsicht vermengt, obwohl wir mit der Selbstverwaltung ein bewährtes System der Berufsaufsicht haben“, sagte er.

Huml lobt Präventionserfolge und BLZK-Engagement

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml bescheinigte den bayerischen Zahnärzten nachhaltige Erfolge bei der Prävention von Zahnerkrankungen. „Dass heute mehr als 80 Prozent der zwölfjährigen Mädchen und Buben ein kariesfreies Gebiss haben, ist vor allem Ihr Verdienst“, sagte die CSU-Politikerin. Huml lobte die Bereitschaft der BLZK, auf Bitten des Ministeriums einen Fachsprachentest für ausländische Zahnärzte im Rahmen des Berufszulassungsverfahrens durchzuführen: „Dadurch geht die Kammer auch ein Stück weit in Verantwortung für die Patienten.“

Festvortrag zur Krise in Europa von Professor Sinn

Einen „15-Punkte-Plan zur Neugründung Europas“ stellte der Festredner, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn, vor. Seine wichtigste Forderung: „Die Eurozone sollte in eine ,atmende Währungsunion‘, die geregelte Ein- und Austritte erlaubt, umgewandelt werden.“ Der ehemalige Präsident des Münchner ifo-Instituts schlug daneben „Regeln für ein geordnetes Konkursverfahren von EU-Mitgliedsstaaten“ vor. Außerdem dürfe die EZB „nur noch erstrangige Wertpapiere“ am offenen Markt kaufen. Sinn riet den Politikern in Deutschland, die Gespräche über den „Brexit“ aus deutscher Sicht für eine Neuverhandlung der europäischen Verträge zu nutzen.
 
Etwa 1500 Zahnärzte und Praxisangestellte nahmen in diesem Jahr an der gemeinsamen Fortbildungsveranstaltung von BLZK und KZVB teil.

Kontakt

Leitung Geschäftsbereich Kommunikation, Koordination Zahnärztetag
Isolde M. Th. Kohl
Tel.: 089 230211-104

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KZVB, Leitung der Pressestelle
Leo Hofmeier
Tel.: 089 72401-184
Fax: 089 72401-276

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57. Bayerischen Zahnärztetag

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