03/20/2017 | Info Mundgesundheit

Zahnfreundlich essen und trinken

Informationen der BLZK zu zahngesunder Ernährung

München – Endlich Frühling! Höchste Zeit, um den eigenen Körper wieder auf Touren zu bringen. Auch was und wie wir essen, beeinflusst Wohlbefinden und Gesundheit. Für die Zahngesundheit spielt die Ernährung ebenfalls eine große Rolle, was häufig unterschätzt wird. Die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) hat Tipps zusammengestellt.

Nagen, zerbeißen, malmen – was früher zum „täglichen Brot“ gehörte, ist bei industriell verarbeiteten Lebensmitteln seltener nötig. Der Kauapparat muss weniger leisten und fährt die Produktion von Speichel zurück. Die „Spucke“ ist jedoch wichtig für das Gleichgewicht im Mund. Sie spült lose Schmutzteilchen von den Zähnen, neutralisiert die Säuren der Nahrungsmittel und führt dem Zahn wieder Mineralien zu (Remineralisierung). So werden der Zahnschmelz gestärkt und die Zähne vor Karies geschützt. Dieses Selbstreinigungs- und Reparaturprogramm benötigt etwas Zeit. Deshalb sollte man erst eine halbe Stunde nach dem Genuss von Süßem oder Saurem die Zähne putzen.

„Sauer macht lustig“ gilt nicht für die Zähne

Eine gesunde und zahnfreundliche Ernährung ist ausgewogen und vielfältig, reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Naturbelassene, kaufördernde Lebensmittel wie Vollkornbrot und Rohkost regen den Speichelfluss an. Denselben Effekt hat zuckerfreier Kaugummi. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass sich die Speichelmenge nach 20 Minuten Kauen verdreifacht hat. Bei den Getränken sind Mineralwasser oder zuckerfrei gesüßte Produkte die erste Wahl – dies betrifft auch und insbesondere Kindertees.

Außer dem „Was“ ist das „Wie“ entscheidend: Lieber Süßes auf einmal essen als über den ganzen Tag verteilt. Für zucker- und säurehaltige Getränke gilt das Gleiche. Der Grund: Säure greift den Zahnschmelz an, weicht seine Oberfläche auf und schwemmt Mineralien aus. Bei säurehaltigen Nahrungsmitteln wie Säften, Früchten, Cola oder Essig geschieht dies direkt infolge des Verzehrs. Bei Süßem indirekt: Von Zucker ernähren sich kariesfördernde Bakterien und wandeln diesen in Säure um. Gegen einen einmaligen Angriff sind Zähne und Speichel gut gewappnet. Dauert die Säureattacke allerdings lange, verliert der natürliche Schutzschild im Mund seine Wirkung.

Der Zahnarzt als Berater

Zahnärzte geben Tipps für die Mundpflege und beraten auch zu zahngesunder Ernährung. Weitere Informationen gibt es auf der Patienten-Website der BLZK unter www.zahn.de. In der Mediathek können Broschüren, Filme und Audiobeiträge kostenfrei heruntergeladen werden.

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Tel.: 089 72480-102
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