05/31/2017 | Info Mundgesundheit

E-Zigaretten sind auch nicht gesund

Erste Studien zeigen, wie Schäden an Zähnen und im Mund entstehen können

München – Der Dampf elektronischer Inhalationsprodukte wie E-Zigaretten und E-Shishas kann Zähnen und Mundhöhle schaden. Das Zahnfleisch kann dünner, der Zahnhalteapparat anfälliger werden. Damit einher geht auch ein erhöhtes Risiko, Zähne zu verlieren, so erste Labor-Studien der Universität Rochester im Bundesstaat New York.

E-Inhalationsprodukte sind für Nichtraucher, Kinder, Jugendliche, Schwangere und Menschen mit geschädigter Lunge oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen ungeeignet, so das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ). Andererseits zeigen die Zahlen des Tabakatlasses 2015 des DKFZ, dass sich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene für E-Zigaretten interessieren.

So schadet der Dampf, so berät der Zahnarzt

Zu den gesundheitsgefährdenden Substanzen im Dampf von E-Zigaretten gehören Feuchthaltemittel wie Propylenglykol oder Glycerin. Sie können Zahnfleisch und Zahnhalteapparat reizen. Ebenfalls enthaltene Metalle wie Nickel und Blei sind möglicherweise krebserregend. Beim regelmäßigen Kontrolltermin dokumentiert der Zahnarzt den Status von Zähnen und Mundhöhle und berät zu Zahnreinigung und Rauchstopp. Vor allem bei einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) kann sich ein Rauchstopp positiv auf den Therapieerfolg auswirken.

Auch die Gesundheit des ganzen Körpers leidet

Aromen im Dampf von E-Zigaretten können Allergien hervorrufen oder zu Erkrankungen der Atemwege führen. Auch Aluminium kann im E-Zigarettendampf enthalten sein und beeinträchtigt die Funktion der Lunge. Nikotin – ein weiterer Bestandteil manches E-Dampfes – macht abhängig. Bereits die geringen Mengen an krebserregenden Stoffen im E-Zigarettendampf stuft das DKFZ als bedenklich ein. Wie E-Zigaretten langfristig Mund- und Allgemeingesundheit schaden, darüber liegen noch keine Daten vor.

Gesundheitsministerin Huml kritisiert E-Zigaretten als getarnten Einstieg in die Sucht

Auch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml kritisiert in einer Pressemeldung vom 30. Mai 2017, E-Zigaretten und E-Shishas könnten für Kinder und Jugendliche ein getarnter Einstieg in die Nikotinsucht sein. E-Inhalationsgeräte gehörten nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen, so die Ministerin. Die Staatsregierung habe sich 2016 erfolgreich dafür eingesetzt, dass dies mit der Novellierung des Jugendschutzgesetzes auch rechtlich geregelt sei.

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