09/05/2018 | Info Mundgesundheit

In meine Schultüte packe ich …

So haben ABC-Schützen einen zahngesunden Schulstart

München – Eine prall gefüllte Schultüte gehört am ersten Schultag einfach dazu. Neben nützlichen Dingen für den Unterricht und kleinen Überraschungen dürfen es auch Süßigkeiten sein. Die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) gibt Tipps für zahnfreundliche Leckereien und informiert über Zucker als versteckte Zutat.

Der erste Schultag ist da! Es ist ein großer Tag für die ganze Familie, wenn aus dem Kindergarten- ein Grundschulkind wird. Seit dem 19. Jahrhundert ist es in Deutschland Brauch, die Einschulung mit einer Schultüte zu „versüßen“. Dabei haben meist schon die Kleinsten gelernt: Zu viel Zucker ist ungesund und schadet den Zähnen. Gleichzeitig wäre ein kompletter Verzicht auf Süßigkeiten unrealistisch – ob in der Schultüte oder im Alltag. Die Bayerische Landeszahnärztekammer hat Tipps, wie Eltern Wünsche nach Süßem erfüllen und trotzdem die Zahngesundheit im Blick behalten können. Eine Checkliste für die Schultüte, Zahn- und Ernährungstipps für Kinder sind auf der Patientenseite der BLZK abrufbar.

Als Faustregel für den überlegten Genuss gilt: Wie stark Zucker die Zähne angreift, hängt von der Menge ab und wie häufig er gegessen wird – also besser nicht zu viel und zwischendurch naschen, sondern nur zu den Hauptmahlzeiten. Danach die Zähne putzen. Die Vorbeugung gegen Karies fängt bereits beim Einkaufen an: Erste Wahl sind zahnfreundliche Leckereien, zum Beispiel zuckerfreier Kaugummi. Er wird in vielen Sorten angeboten, schmeckt gut, und das ausgiebige Kauen sorgt für mehr „Spucke“. Der Speichel spült lose Schmutzteilchen von den Zähnen, neutralisiert schädliche Substanzen und führt dem Zahn wieder Mineralien zu. Ein spezielles Gütesiegel auf der Verpackung – das rot-weiße Zahnmännchen mit Schirm, www.zahnmaennchen.de – hilft, zuckerfreie Süßigkeiten zu erkennen.

Zucker hat viele Namen

Egal ob Industriezucker, Fruchtzucker, brauner Zucker oder Honig – jeder Zucker ist schlecht für die Zähne. Schwer zu entdecken sind die „versteckten Zucker“. Sie verbergen sich zum Beispiel in Chips, Ketchup, Obstpürees zum Mitnehmen („Quetschies“), Saftschorlen, Limonaden, gesüßtem Fruchtjoghurt, Trockenobst und in Müsliriegeln. Doch auch sonst ist Vorsicht geboten: Selbst in Produkten mit der Kennzeichnung „ohne Zucker“ oder „zuckerfrei gesüßt“ ist der Stoff oft enthalten. Auf der Zutatenliste stehen dann Namen wie Glukose (Traubenzucker), Glukosesirup, Fruktose (Fruchtzucker), Laktose (Milchzucker) oder Maltose (Malzzucker) – sie sind ebenfalls Zuckerarten und können Karies fördern.

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Leiterin Geschäftsbereich Kommunikation
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