10/18/2018 | Pressemitteilung

Praxisreife digitale Zahnmedizin: Aufwand – Einsatz – Ergebnis

59. Bayerischer Zahnärztetag vom 18. bis 20. Oktober in München

München – Die digitale Zahnmedizin besitzt eine hohe Innovationskraft. Gleichzeitig werden die Anforderungen an die moderne Zahnheilkunde immer komplexer. Dieser Entwicklung trägt der 59. Bayerische Zahnärztetag mit seinem Leitthema „Praxisreife digitale Zahnmedizin: Aufwand – Einsatz – Ergebnis“ Rechnung.

Der zentrale Fortbildungskongress der bayerischen Zahnärzte findet vom 18. bis 20. Oktober 2018 im Hotel The Westin Grand München in München statt. Das wissenschaftliche Programm für Zahnärzte befasst sich mit den Chancen und Grenzen der digitalen Zahnmedizin. Dafür spannen die Referenten einen weiten Bogen von Zahnersatz und Chirurgie über Hart- und Weichgewebsmanagement bis hin zur digitalen Kieferorthopädie. Im Fokus stehen die digitale Unterstützung und der Wandel von 2D zu 3D bei Diagnostik, Therapieplanung, Umsetzung und Nachsorge. Bei der Anwendung gilt es, Aufwand und Nutzen sorgfältig abzuwägen.

Veranstaltet wird der Bayerische Zahnärztetag von der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) mit Unterstützung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB). Kooperationspartner für das wissenschaftliche Programm ist – bereits zum zweiten Mal – die Deutsche Gesellschaft für Computergestützte Zahnheilkunde (DGCZ).

Neu: „Der komplexe Fall“

In dem neuen, zweiteiligen Format „Der komplexe Fall interdisziplinär“ befassen sich fünf Zahnärzte und ein Zahntechniker gemeinsam mit einem interdisziplinären Fall: dem Erneuern einer nach 20 Jahren frakturierten Pinledge-Brücke. Im ersten Block „Befund und Planung“ werden Diagnosen gestellt und die bestmögliche Versorgung geplant. Im zweiten Teil „Therapie, Prognose und Erhalt“ erarbeiten die Experten verlässliche Entscheidungshilfen für die konkrete Umsetzung. Dabei geht es vor allem um praktische Tipps und Tricks, aber auch um Worst-Case-Szenarien. Teilnehmer der Runde sind Priv.-Doz. Dr. Jan-Frederik Güth, München, Dr. Marko Knauf, Freiburg, Prof. Dr. Sven Reich, Aachen, Dr. Bernd Reiss, Malsch, Priv.-Doz. Dr. Dr. Lutz Ritter, Hennef, und Zahntechniker Josef Schweiger, München.

Digitales in der Implantologie

Bei der Herstellung von Zahnersatz auf Implantaten ist die digitale Fertigung weit fortgeschritten. Neue Materialien, digitale Technologien und optimierte Schnittstellen führen zu funktionell und ästhetisch herausragenden Ergebnissen. Prof. Dr. Florian Beuer von der Berliner Charité bespricht in seinem Vortrag „Digitale Zahnmedizin in der Implantologie“ Techniken, deren Einsatz sowie die Vor- und Nachteile. Dr. Marko Knauf, Freiburg, erläutert die Vorzüge der digitalen Planung für das Hart- und Weichgewebsmanagement. Er informiert über den digitalen Workflow in Implantologie und Implantatprothetik sowie über die Materialien. Priv.-Doz. Dr. Jörg Neugebauer, Landsberg am Lech, stellt die digitale Vorgehensweise in der Implantatchirurgie vor, die entscheidend von der digitalen Volumentomographie profitiert.

Werkstoffe und Verfahren

Die Innovationsrate digitaler Technologien ist hoch. Prof. Dr. Daniel Edelhoff, München, gibt unter dem Thema „Digitale Optionen von A wie ,Analyse‘ bis Z wie ,Zirkonoxid‘“ einen Überblick. Dr. Günter Fritzsche, Hamburg, und Prof. Dr. Sven Reich, Aachen, führen gemeinsam durch den Vortrag „Von der Abformung bis zur Zirkonoxidbrücke“ und fragen, ob Digitales alles besser und schneller macht. Priv.-Doz. Dr. Dr. Lutz Ritter, Hennef, spricht über die digitale Bildgebung in der Zahnheilkunde. Er beleuchtet ihre Potenziale und Limitationen und berücksichtigt dabei besonderes die Dreidimensionalität. Mit dem faszinierenden Thema des dentalen 3D-Drucks befasst sich Priv.-Doz. Dr. Jan-Frederik Güth, München. Dabei beantwortet er auch die Frage: Wo stehen wir heute und was muss ich als Praktiker wissen? Moderne Kompositsysteme besitzen ein herausragendes Potenzial. Wie überzeugend die Ergebnisse bei einem konsequenten, standardisierten Vorgehen sein können, demonstriert Prof. Dr. Gabriel Krastl, Würzburg, in seinem Beitrag „Komplexe ästhetische Fälle in einer Sitzung lösen – Vorhersagbar und effizient“.

KFO digital

Zwei Referenten widmen sich speziell der Kieferorthopädie und ihren digitalen Möglichkeiten. Unter dem Titel „Zahnspange 4.0“ zeigt der Berliner Kieferorthopäde Woo-Ttum Bittner Optionen und Begrenzungen der digitalen KFO im interdisziplinären Kontext. Die Vorbehandlung mit Alignern ist häufig Voraussetzung für minimalinvasive Behandlungskonzepte. In „KFO mit Alignern – Alles digital!“ stellt Dr. Josef Diemer, Meckenbeuren, dieses Spektrum vor.

KZVB informiert praxisnah

Auch die KZVB bietet wieder Interessantes für die Praxis. Der Datenschutzbeauftragte der KZVB, Herbert Thiel, greift die europäische Datenschutz-Grundverordnung und das neue Bundesdatenschutzgesetz auf. Schwerpunkte bilden praktische Hinweise für den Umgang mit dem Datenschutz und die Einhaltung notwendiger Standards. Matthias Benkert, Teamleiter für Mobile Lösungen und IT-Sicherheit der KZVB, berichtet über den „Online-Rollout in der Umsetzung“, die benötigte technische Ausstattung, deren Finanzierung und die nächsten geplanten Anwendungen innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI).

Beim Vortrag von Andreas Mayer, Justitiar der KZVB, geht es um den neuen Bundesmantelvertrag. Mayer analysiert, was die Zusammenführung der Verträge bei Regional- und Ersatzkassen für bayerische Zahnarztpraxen bedeutet. Nikolai Schediwy, Leiter des Geschäftsbereichs Qualität sowie der Prüfstelle der KZVB, erläutert in „Qualitätsprüfung in der vertragszahnärztlichen Versorgung“ umfassend das Prüfverfahren sowie die Hilfestellung der KZVB.

Pressekontakt

Leitung Geschäftsbereich Kommunikation, Koordination Zahnärztetag
Isolde M. Th. Kohl
Tel.: 089 230211-104

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KZVB, Leitung der Pressestelle
Leo Hofmeier
Tel.: 089 72401-184
Fax: 089 72401-276

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Pressemappe: Bayerischer Zahnärztetag 2018

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