05/16/2019 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Europawahl: Was die Zahnärzte fordern

Ende Mai sind die Bürger der EU-Mitgliedsstaaten aufgerufen, über die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments in den nächsten fünf Jahren zu entscheiden. Die Europawahl ist eine Richtungswahl in Zeiten des Umbruchs. Im Großen wie im Kleinen steht die Europäische Union vor vielfältigen Herausforderungen.

Entscheidung vieler Fragen der Zahnärzteschaft in Brüssel

In den vergangenen Jahren hat die Bedeutung der EU für den zahnärztlichen Berufsstand weiter zugenommen. Nur auf den ersten Blick scheint sie im Praxisalltag weit weg zu sein. Bereits heute werden viele für die Zahnärzteschaft wichtige Fragen nicht mehr auf nationaler Ebene, sondern in Brüssel entschieden. Das betrifft zum Beispiel die zahnärztliche Ausbildung, die Gültigkeit freiberuflicher Gebührenordnungen, die Verwendung von Medizinprodukten oder den Einsatz von Amalgam.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundeszahnärztekammer ein Positionspapier verabschiedet, in dem acht Kernanliegen für die kommenden Jahre aufgeführt sind. Im Interesse der Patienten fordert die Bundesorganisation die Sicherstellung der freien Berufsausübung, die Verabschiedung einer Europäischen Charta der Freien Berufe, die Prüfung neuer und bestehender EU-Vorgaben auf deren bürokratische Auswirkungen und die Gewährleistung einer hohen Qualität der zahnmedizinischen Ausbildung. Daneben spricht sich die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Zahnärztekammern dafür aus, die Digitalisierung im Gesundheitswesen ausschließlich zum Nutzen der Patienten zu gestalten, Amalgam als zahnmedizinisches Füllungsmaterial zu erhalten, die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen konsequent fortzuführen und weitere Initiativen zur Verbesserung der Mundgesundheit anzustoßen.


Quelle: BZB 5/2019, S. 31

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