05/16/2019 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Arzneimittel und Umwelt

Die EU-Kommission hat einen strategischen Ansatz zur Bewältigung von Umweltproblemen vorgestellt, die sich aus der Freisetzung von Human- und Tierarzneimitteln ergeben. Das Papier der Brüsseler Behörde enthält eine Reihe von Maßnahmen, deren Ziel es ist, die Arzneimittelkonzentration in der Umwelt, also zum Beispiel im Grundwasser oder im Boden, zu senken.

Härtere Strafen und Sensibilisierung

So sollen Arzneimittelhersteller stärker zur Verantwortung gezogen und die Angehörigen der Gesundheitsberufe für diese Problematik besser sensibilisiert werden. Die EU-Kommission will dabei den gesamten Arzneimittelzyklus berücksichtigen – von der Entwicklung und Herstellung über die Verschreibung bis zur Entsorgung nicht verwendeter Medikamente.

Ziele

Von diesem Vorgehen erhofft sich Brüssel, insbesondere die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu verlangsamen. Weniger Arzneimittelrückstände in den Gewässern sollen den Schutz der Fischbestände verbessern, wovon wiederum Vögel und Säugetiere profitieren, die sich von Fisch ernähren.

Umweltschützern sind die vorgeschlagenen Maßnahmen der EU-Kommission nicht konkret genug. Sie fordern von der EU rechtlich verbindliche Schritte und keine Absichtserklärungen.


Quelle: BZB 5/2019, S. 31

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