05/15/2019 | Nachrichten | Referat Soziales Engagement

Heilen und helfen

Hilfsorganisationen tauschen Erfahrungen aus

„Heilen und helfen gehören zusammen“ – unter diesem Motto stand die „Konferenz Hilfsorganisationen“ der Bundeszahnärztekammer in Köln. Aus Bayern nahm der Referent Soziales Engagement der Bayerischen Landeszahnärztekammer und Vorsitzende des Hilfswerks Zahnmedizin Bayern, Dr. Martin Schubert, an dem Treffen teil. Die Organisation steht ebenso wie das Zahnärztliche Hilfsprojekt Brasilien unter der Schirmherrschaft der BLZK.

Die Hilfsbereitschaft deutscher Zahnärzte ist groß. Immer mehr Zahnmediziner aller Altersgruppen engagieren sich ehrenamtlich in Hilfsprojekten und -organisationen. Das Netzwerk der Bundeszahnärztekammer umfasst inzwischen 60 zahnärztliche Initiativen, die auf vielfältige Weise Unterstützung leisten – im In- wie im Ausland. Etwa 80 Vertreter folgten in diesem Jahr der Einladung nach Köln, um am Rande der Internationalen Dental-Schau (IDS) ihre Erfahrungen auszutauschen.


Bildquelle: BZÄK/Sandra Irmler

Ansporn für Kollegen

„Das große ehrenamtliche Engagement der Zahnärzte zeigt, dass unser Berufsstand soziale und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Gleichzeitig dient es vielen Kolleginnen und Kollegen als Ansporn, sich ebenfalls zu engagieren – sei es in lokalen Projekten oder international tätigen Organisationen“, sagte der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, in seiner Rede. Mit ihrer internationalen Ausrichtung sei die IDS das perfekte Umfeld für die Teilnehmer, von denen sich viele im Ausland engagieren.

Nicht zuletzt verfolge der Berufsstand mit seinem ehrenamtlichen Engagement das Ziel, Entwicklungs- und Schwellenländer zu stärken, so Engel. Gemeinsam ist den bundesdeutschen Hilfsorganisationen, dass sie Menschen in sozialen Notlagen unterstützen und zahnärztliche Behandlungen für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz an bieten. Viele Initiativen engagieren sich weltweit bei akuten Katastrophen, beim Wiederaufbau in Krisenregionen oder im zahnärztlichen Einsatz für Patienten vor Ort.

Tipps für die Arbeit vor Ort

Mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Treffen bietet die Bundesorganisation Hilfsinitiativen eine Plattform, um neue Kontakte zu knüpfen und sich untereinander zu vernetzen. In Vorträgen, Workshops und Diskussionen erhielten die Teilnehmer der Konferenz wertvolle Tipps und Anregungen für ihre ehrenamtliche Arbeit. Jette Krämer, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, und Dr. Karsten Heegewaldt, Vorstandsreferent für den Bereich Soziales/Hilfsorganisationen, hatten ein interessantes und umfangreiches Programm mit kompetenten Referenten vorbereitet. In seinem Impulsreferat zum Thema „Public Relations für gesellschaftliche Anliegen“ präsentierte Juri Maier, Geschäftsführer der wegewerk GmbH, Social-Media-Strategien und digital gestützte PR-Aktionen zur indirekten Beeinflussung der öffentlichen Meinung, aber auch zum Fundraising.

PR – aber richtig!

Die Teilnehmer der Workshops entwickelten unter professioneller Aufsicht die Organisation der PR. Im Mittelpunkt standen dabei Aspekte wie Website-Optimierung, Spendenkampagnen und Krisenmanagement. Daneben ging es um Chancen der Netzwerkbildung, wie zum Beispiel Klinikpartnerschaften, sowie um Ationsspielräume vor dem Hintergrund von Datenschutz und Vereinsrecht.

Artikel im BZB 5/2019, S. 42-43 (PDF 2 MB)

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