06/18/2019 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Impfmüde Europäer?

Im Zuge der europäischen Impfwoche hat die Europäische Kommission eine repräsentative Umfrage über die Impfeinstellung der EU-Bürger veröffentlicht. Demnach sind zwar rund 85 Prozent der EU-Bürger der Ansicht, dass Impfungen ein wirksames Mittel sind, um ansteckende Krankheiten zu vermeiden und sich selbst und andere zu schützen. Allerdings glauben 48 Prozent der Europäer fälschlicherweise auch, dass Impfungen häufig schwere Nebenwirkungen haben können. Ferner gehen 38 Prozent davon aus, dass Impfungen Krankheiten auslösen können, gegen die sie eigentlich schützen sollen. Ein Drittel der nicht geimpften Europäer sieht keine Notwendigkeit für einen Impfschutz.

EU als Weltregion mit geringstem Vertrauen gegenüber Impfungen

Der Interimsgesundheitskommissar Jyrki Katainen zeigte sich angesichts dieser Umfrageergebnisse sehr besorgt. Damit sei die EU die Weltregion mit dem geringsten Vertrauen in die Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen. Katainen warnte vor den dramatischen Folgen dieser Entwicklung und stellte in Aussicht, dass die Europäische Kommission gemeinsam mit den EU-Mitgliedsstaaten die Anstrengungen für einen besseren Impfschutz der  Bevölkerung intensivieren möchte. Mitte September soll ein globaler Impfgipfel der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation in Brüssel ausgerichtet werden.


Quelle: BZB 6/2019, S. 19

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