08/12/2019 | Nachrichten | Referat Freie Berufe und Europa

Approbationsordnung und Medizinstudienplätze

Verband Freier Berufe im Wissenschaftsministerium

Die Reform der Approbationsordnung für Zahnärzte und die Situation der Medizinstudienplätze in Bayern waren unter anderem Themen bei einem Besuch des Verbands Freier Berufe in Bayern (VFB) im Bayerischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

VFB-Präsident Michael Schwarz, der auch Referent Freie Berufe und Europa der BLZK ist, appellierte, den ersten Studienabschnitt der Zahnmedizin ebenfalls zu reformieren. Nur so werde eine gemeinsame Ausbildung in Zahn- und Humanmedizin im vorklinischen Abschnitt möglich. Er bat diese notwendigen Reformen in den Entwurf für den Masterplan Medizinstudium 2020 aufzunehmen.

Für eine exzellente medizinische Ausbildung

Die Debatte um die Finanzierung stoße in einem so wohlhabenden Land wie Deutschland und angesichts des über Jahrzehnte hinweg andauernden Reformprozesses auf Unverständnis. Vorrangiges Ziel müsse eine zeitgemäße und fachlich exzellente Ausbildung sein, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Dafür sei es auch notwendig, wissenschaftliches Denken zu vermitteln.

Nachwuchsmangel und Männerquote

VFB-Präsident Schwarz sprach auch das Thema „Nachwuchsmangel“ an, von dem alle Freien Berufe betroffen sind. Die Politik sei zum Handeln aufgefordert, um dem Nachwuchsmangel einerseits entgegenzutreten und die flächendeckende Versorgung andererseits zu stärken.

So würde eine Männerquote beim Studienzugang Zahnmedizin helfen, das ungleiche Verhältnis weiblicher und männlicher Hochschulabsolventen auszugleichen. In Bayern sei die Zahl der Absolventinnen im Vergleich fast doppelt so hoch wie die der Absolventen.

Medizinstudienplatzvergabe neu regeln

Bernd Sibler, Staatsminister im bayerischen Wissenschaftsministerium, antwortete, dass er das Problem durchaus verstehe. Am Ende seien es die Absolventinnen, die wegen Familienerweiterung wegfielen. Zudem sei den jungen Leuten eine ausgewogene Work-Life-Balance bei der Berufswahl wichtig. Eine Maßnahme gegen den Nachwuchsmangel, sei der von den Kultusministern entworfene Staatsvertrag, welcher die Medizinstudienplatzvergabe neu regelt.

Neue Unikliniken in Augsburg und Oberfranken

Zudem schaffe der Freistaat mit dem neuen Universitätsklinikum Augsburg und dem Medizincampus Oberfranken in den kommenden Jahren mehr als 2000 zusätzliche Medizinstudienplätze, so Sibler. Dies würde die Regionen deutlich stärken, die Ärzteversorgung vor Ort sicherstellen und gleichzeitig noch mehr jungen Menschen eine Ausbildung zum Arzt ermöglichen.

Quelle: Newsletter des VFB

VOILA_REP_ID=C1257C99:002F5EB3