Unsere Behandlungsstation in São Joaquim - Jaqueira


Sao Joaquim ist ein etwa 130 Jahre altes Salensianerkloster, das im schönsten Kolonialstil auf einem Hügel mitten im Zuckerrohr Pernambucos steht. Zu seinen Füßen liegt ein kleines Dorf, Frei Caneca, deren Einwohner ausschließlich durch die ebenfalls weit über 100 Jahre alte Zuckerfabrik Brot und Arbeit haben. Recife ist 140 Km weit und auch heute noch scheint die Welt dort irgendwie in Ordnung zu sein. Sao Joaquim beherbergte ursprünglich eine Schule für die Knaben der brasilianischen, also von den Portugiesen abstammenden Oberschicht. Nachdem der Orden das Kloster aufgab, blieb das Internat erhalten, allerdings zuletzt für die Straßenkinder aus Recife und den anderen größeren Städten der Umgebung. Heute ist es eine Tagesschule für ca. 450 Kinder der Nachbarortschaften, die keine Möglichkeit haben, in den staatlichen Schule aufgenommen zu werden. Vormittags ist Unterricht und alle Kinder bekommen ein Frühstück in der ersten Pause. Die etwa 100 Kinder, die jeweils durch eine Patenschaft (verschiedener Organisationen) Unterstützung erhalten, können zum Mittagessen bleiben und nachmittags noch eine Ausbildung in einer der vorhandenen Werkstätten erfahren. Da gibt es eine uralte, aber voll funktionstüchtige Druckerei, eine Schreinerei, eine Bäckerei und manches mehr. Die Direktorin arbeitet eng mit den Gewerkschaften zusammen, da nur durch Bewußtseins- und Wissensbildung die Abhängigkeit von der Zuckerproduktion und der aufreibenden und gesundheitsschädigenden Arbeit in den Zuckerrohrfeldern möglich ist.


Hier wurde 1988 die erste Station unseres Projektes von Ruben Beyer eingerichtet. Alle Kolleg(inn)en, die bisher hier für unser Projekt dort tätig waren, haben aufgrund des besonderen Charmes der reizvollen Umgebung unvergeßliche Eindrücke mitgebracht. Hier kann man Landschaft und Menschen noch in einer unvorstellbaren Ursprünglichkeit erleben, daneben sind aber auch die oft existenzbedrohenden Probleme der armen brasilianischen Landbevölkerung,, der Landlosen, unübersehbar. Hier ist deshalb unsere Hilfe von einer ganz besonderen Notwendigkeit geprägt.

Kontakt

1. Vorsitzender
Organisation Famulatur
ZA Ruben Beyer
Tel.: 09334 8590
Fax: 09334 8468

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