Fachpressegespräch am 24. Oktober 2014

Gesunder Mund – gesunder Mensch

Fachpressegespräch
am Freitag, den 24. Oktober 2014, um 11.00 Uhr

Fachpressegespräch der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) anlässlich des 55. Bayerischen Zahnärztetages zum Thema  „Zahn trifft Medizin – Zähne und Kiefer im Netzwerk des Körpers“. Das wissenschaftliche Programm findet in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) statt. 


Moderation

Christian Berger
Vizepräsident der BLZK und
Leiter des Bayerischen Zahnärztetags


Referenten und Statements

Christian Berger
Vizepräsident der BLZK und Leiter des Bayerischen Zahnärztetags
Statement: Weit über die Mundhöhle hinaus (PDF, 28 KB)

Prof. Dr. Dr. Michael Ehrenfeld
Direktor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, LMU München, Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Statement: Knochenveränderungen im Bereich der Kiefer, gezielte Diagnostik und Zufallsbefunde (PDF, 252 KB)

Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner
Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, plastische Operationen, Universitätsmedizin Mainz
Statement: Wechselwirkungen zwischen Allgemeinerkrankungen und deren Therapie und Symptomen in der Mundhöhle“ (PDF, 136 KB)

Dr. Stefan Böhm
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB)
Statement: „Ethik und Monetik – Wie lässt sich die flächendeckende zahnmedizinische Versorgung sicherstellen?“


O-Töne aus dem Fachpressegespräch

Christian Berger

Christian Berger moderiert die Veranstaltung. Er betont: Die Zahnmedizin hat es geschafft, dass viele Menschen regelmäßig zum Zahnarzt gehen, auch unabhängig von einer Erkrankung. Die Erfolge der Prophylaxe, der regelmäßigen Zahnreinigung und Zahnsteinentfernung veranlassen die Patienten, sich meist zweimal im Jahr in der Zahnarztpraxis vorzustellen. Bei diesen Kontrollterminen hat der Zahnarzt die Chance, den gesamten Patienten genau anzusehen und bei Auffälligkeiten nach Rücksprache mit dem Patienten dessen Hausarzt zu kontaktieren.

Prof. Dr. Dr. Michael Ehrenfeld

Knochenveränderungen sind ein gutes Beispiel für den Aspekt der Prävention. Knochenveränderungen werden häufig zufällig entdeckt. Die Mehrzahl der Befunde ist harmlos. Ihre Ursachen sind vielfältig. Es können Entzündungen sein, die von den Zähnen ausgehen, Zysten, Nebenwirkungen von Medikamenten, sie können angeboren sein oder Folgen eines Unfalls.

Knochenveränderungen werden nach Knochenab- oder -anbau sowie nach Mischformen klassifiziert. Für den Kliniker ist besonders die Frage nach den Symptomen wichtig, zum Beispiel, wenn Schwellungen auf eine Immunerkrankung zurückzuführen sind.

Prof. Dr. Dr. Wilfried Wagner

Aufgabe des Zahnarztes ist, auf Allgemeinerkrankungen rückzuschließen, die hinter einem Symptom im Mund stehen können. Wechselwirkungen gibt es viele.

Eine kleine Veränderung am Zahnfleisch kann zum Beispiel, vor allem in Kombination einer Verhornung an der Zunge, auf eine HIV-Infektion hinweisen. Eine Knochennekrose kann Folge einer Therapie bei Prostatakrebs sein.

Auch Allgemeinerkrankungen beeinflussen die zahnärztliche Behandlung, zum Beispiel Erkrankungen der Leber. Stark entzündetes Zahnfleisch kann Allgemeinerkrankungen mit sich ziehen. Am bekanntesten ist das erhöhte Risiko, bei einer schweren Zahnfleischentzündung einen Herzinfarkt zu erleiden.

Der Zahnarzt hat eine hohe Verantwortung gegenüber dem Patienten. Fast 90 Prozent der über 65- Jährigen gehen regelmäßig zum Zahnarzt. Bei den 40-Jährigen sehen die Zahlen ähnlich aus. Für den Zahnarzt bedeutet dies, sich einer neuen Aufgabe zu stellen und den Patienten als Ganzes zu betrachten: Wie geht es ihm? Wie sehen seine Haut und seine Schleimhaut aus?

Dr. Stefan Böhm

Dr. Stefan Böhm spricht über die Sicherstellung der wohnortnahen Versorgung im Flächenstaat Bayern. Gerade für immobile und ältere Patienten ist es wichtig, dass sie einen Zahnarzt in ihrer Nähe haben. Die Unterfinanzierung zahnärztlicher Leistungen bei der AOK Bayern ist aber vor allem für Landpraxen ein großes Problem.

28 Prozent der Zahnärzte über 60 glauben nicht, dass sie einen Nachfolger für ihre Praxis finden werden. Wenn das so kommt, schließen in den kommenden fünf Jahren 400 bis 500 der 7100 Praxen. Die flächendeckende Versorgung ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, zu der auch die AOK Bayern ihren Beitrag leisten muss.

Mehr Information

Im Anschluss an das Fachpressegespräch findet auf Wunsch eine Führung durch die Dentalausstellung im The Westin Grand München statt.

Genaue Informationen zu Programm, Referenten und Veranstaltungsort finden Sie unter www.bayerischer-zahnaerztetag.de


Veranstaltungsort

The Westin Grand München

Raum „Barcelona“
Arabellastraße 6
81925 München


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Anmeldung und Kontakt

BLZK, Leitung GB Kommunikation, Koordination Zahnärztetag
Isolde M. Th. Kohl
Fallstr. 34
81369 München
Tel.: 089 72480-102
Fax: 089 72480-444


KZVB, Leitung der Pressestelle
Leo Hofmeier
http://www.kzvb.de
Fallstr. 34
81369 München

Tel.: 089 72401-184
Fax: 089 72401-276


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