Referat Strahlenschutz

Röntgen ist eines der zentralen Elemente in der zahnärztlichen Diagnostik. Um hierbei die
gesetzlichen Vorgaben zum Schutz der Patienten und des Personals vor ionisierender
Strahlung im Praxisalltag umzusetzen, beantwortet das Referat alle Fragen rund um den
Strahlenschutz zu Gesetzen, Verordnungen und Normen.

Fachkunden

Voraussetzung für den Betrieb einer Röntgeneinrichtung bzw. die Anwendung von
Röntgenstrahlen in der Zahnarztpraxis ist unter anderem die erforderliche Fachkunde im
Strahlenschutz. Fachkundebescheinigungen für die Anwendungsgebiete „Intraorale
Röntgendiagnostik mit dentalen Tubusgeräten, Panoramaschichtaufnahmen,
Fernröntgenaufnahmen des Schädels“, „Schädelübersichtsaufnahmen und
Spezialprojektionen", „Fachkunde Handaufnahmen zur Skelettwachstumsbestimmung”
sowie „Digitale Volumentomographie“ können nach § 47 der Strahlenschutzverordnung im
Referat Strahlenschutz beantragt werden.

Aktualisierung der Fachkunden und Kenntnisse im Strahlenschutz

Zahnärztinnen, Zahnärzte und Zahnärztliches Personal sind laut
Strahlenschutzverordnung verpflichtet, regelmäßig die Fachkunde bzw. Kenntnisse im
Strahlenschutz zu aktualisieren. Als zuständige Stelle für die Anerkennung zahnärztlicher
Strahlenschutzkurse in Bayern, sind der BLZK alle Kurse, die im Laufe eines
Kalenderjahres in Bayern stattfinden, bekannt.

Liste Strahlenschutzkurse in Bayern

Anerkennung von Strahlenschutzkursen

Die Bayerische Landeszahnärztekammer ist gemäß § 51 der Strahlenschutzverordnung
in Bayern die zuständige Stelle zur Anerkennung von zahnärztlichen
Strahlenschutzkursen, wie Fachkunde-, Aktualiserungs- oder Kenntniserwerbskursen.

Nachrichten

Röntgen: Neue gesetzliche Bestimmungen ab 1. Januar 2023

Ab dem 1. Januar 2023 müssen neu in Verkehr gebrachte (zahnärztliche) Röntgeneinrichtungen gemäß § 114 Strahlenschutzverordnung über eine Funktion verfügen, die die Expositionsparameter elektronisch aufzeichnet und für die Qualitätssicherung elektronisch nutzbar macht.

Gerade für Dental-Tubus-Geräte ist dies ein gravierender Schritt, da weder die bisher eingesetzten Röntgensensoren, noch Verstärkerfolien oder analoge Filme eine Dosis messen bzw. die Strahler in der Regel keine Verbindung zu Röntgen- oder Praxisverwaltungsprogramm haben und die Expositionsdaten elektronisch übermitteln können. Aufgrund der technischen und regulatorischen Herausforderungen dringt die Bundeszahnärztekammer gemeinsam mit den Herstellern weiterhin auf eine Fristverlängerung bei Bundes- und Länderbehörden. Vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz wird eine solche Regelung bisher aber abgelehnt. Derzeit ist nicht absehbar wie viele Hersteller die neuen Anforderungen fristgemäß erfüllen können.

Beim Neukauf eines Röntgengerätes nach diesem Stichtag sollten sich Zahnärztinnen und Zahnärzte deshalb vom Hersteller/Händler bescheinigen lassen, dass die Geräte die neuen Anforderungen erfüllen. Besonderes Augenmerk sollte darauf gerichtet werden, wenn sogenannte Mischsysteme (Bildempfänger vom Hersteller A und Röntgengerät vom Hersteller B) zum Einsatz kommen sollen, da dafür eine gemeinsame Schnittstelle vorhanden sein muss.

Der Kauf und Betrieb eines gebrauchten Röntgengerätes ist von dieser Regelung nicht betroffen. Es empfiehlt sich daher die Dokumentation über die Erstinbetriebnahme, z.B. durch eine Anzeigebestätigung, sorgfältig aufzubewahren.


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Röntgengeräte: Vor-Ort-Prüfungen in der Zahnarztpraxis

Umsetzung der Euratom-Richtlinie durch die Gewerbeaufsichtsämter

Seit Anfang 2022 werden in Bayern von den jeweils zuständigen Gewerbeaufsichtsämtern stichprobenartig Vor-Ort-Prüfungen bei Röntgengeräten durchgeführt. Diese Prüfungen können aber auch „anlassbezogen“ oder im Rahmen einer allgemeinen Praxisbegehung stattfinden.

Wenn in der Zahnarztpraxis bei einem Patienten eine Röntgenaufnahme durchgeführt wird, befindet sich der Patient in einer sogenannten „geplanten Expositionssituation“ – er wird geplant Röntgenstrahlung ausgesetzt. Um das mögliche Ausmaß des damit verbundenen Strahlenrisikos abzuschätzen, wurde gemäß der Richtlinie 2013/59/Euratom der §180 „Aufsichtsprogramm“ im Strahlenschutzgesetz geschaffen. Dieses Aufsichtsprogramm betrifft alle Praxen, die Röntgengeräte betreiben, und wird unter anderem auch beim Betrieb von Röntgengeräten in der Zahnarztpraxis durchgeführt. Gemäß §149 Strahlenschutzverordnung hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz dazu Kriterien für die sogenannten Vor-Ort-Prüfungen festgelegt. [...]


Den vollständigen Artikel finden Sie im Bayerischen Zahnärzteblatt 11/2022 auf Seite 43.

Röntgengeräte: Vor-Ort-Prüfungen in der Zahnarztpraxis


Weitere Informationen

www.blzk.de/roe-vor-ort


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Fachkundebescheinigung – beispielsweise DVT – nicht vergessen

Nur bis fünf Jahre nach Kursbesuch möglich

Sie haben an einem Strahlenschutzkurs für Zahnärzte zum Erwerb einer aufbauenden bzw. neuen Fachkunde, z.B. Digitale Volumentomographie (DVT), teilgenommen? Dann denken Sie unbedingt daran, die Bescheinigung über die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz für Zahnärzte – die sogenannte Fachkundebescheinigung – zu beantragen.

BLZK stellt Fachkundebescheinigungen aus

Für Zahnärztinnen und Zahnärzte in Bayern ist die zuständige Stelle die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK). Die Beantragung der Bescheinigung muss innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Frist von fünf Jahren erfolgen. Andernfalls kann durch die Kammer keine Bescheinigung mehr ausgestellt werden.

Für folgende Anwendungsgebiete kann bei der BLZK eine Fachkundebescheinigung beantragt werden:

  • Fachkunde im Strahlenschutz für Zahnärzte (Fachkunde I, Grundfachkunde)
  • Schädelübersichtsaufnahmen und Spezialprojektionen
  • Handaufnahmen zur Skelettwachstumsbestimmung
  • Digitale Volumentomographie

Die richtigen Dokumente für die Bescheinigung

Um Ihre Fachkundebescheinigung auszustellen, benötigt die BLZK je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Unterlagen: Zeugnisse, Fachkundenachweise etc. – alles in amtlich beglaubigter Kopie. Welche Unterlagen und welche Formulare in Ihrem individuellen Fall notwendig sind, erfahren Sie auf der Themenseite:

blzk.de/fachkunde

Tabelle: Fachkunde im Strahlenschutz


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Aktualisierung der Fachkunde/Kenntnisse im Strahlenschutz

Ausnahmefristen wegen Corona-Pandemie nicht mehr verlängert

Auf Grundlage einer Empfehlung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) aus dem Jahr 2020 gelten während der SARS-CoV-2-Pandemie ursprünglich ablaufende 5-jährige Aktualisierungsfristen bis zum 31. Dezember 2021 ohne weitere Prüfung als eingehalten, wenn die bereits angemeldete Kursteilnahme dann zum nächstmöglichen, beim Kursveranstalter verfügbaren Termin erfolgt.

Kursteilnehmer sollten sich dabei jede coronabedingte Kursabsage vom Kursanbieter schriftlich bestätigen lassen und aufbewahren. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Teilnahme deshalb nicht möglich ist, weil der Kursanbieter wegen Corona-Schutzmaßnahmen die Teilnehmerzahl begrenzt.

Diese Regelung läuft nun zum 31. Dezember 2021 aus und wird durch das StMUV nicht mehr verlängert. Da die Teilnahme an Aktualisierungskursen in Bayern wieder uneingeschränkt möglich ist, ist die Regelung obsolet geworden.


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Neue S1-Leitlinie zur radiologischen Diagnostik im Kopf-Hals-Bereich

Die Deutschen Röntgengesellschaft hat eine neue Leitlinie erarbeitet. Die S1-Leitlinie zur radiologischen Diagnostik im Kopf-Hals-Bereich dient als Entscheidungshilfe für den indikationsgerechten und effektiven Einsatz bildgebender Verfahren.

Einzelheiten zu dieser Leitlinie können Sie hier im Artikel von zm-online lesen: https://www.zm-online.de/news/zahnmedizin/radiologische-diagnostik-im-kopf-hals-bereich/


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Aktualisierung der Fachkunde/Kenntnisse im Strahlenschutz

Ausnahmefristen wegen Corona-Pandemie erneut verlängert

Bezüglich der Aktualisierung der Fachkunde/Kenntnisse im Strahlenschutz für Zahnärzte und Zahnärztliches Personal hatte das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) während der Corona-Pandemie ursprünglich Folgendes empfohlen: Ablaufende 5-jährige Aktualisierungsfristen bis zum 31. Dezember 2020 sollen ohne weitere Prüfung als eingehalten gelten, wenn die bereits angemeldete Kursteilnahme dann zum nächstmöglichen, beim Kursveranstalter verfügbaren Termin erfolgt.

Diese Empfehlung wurde nun vom StMUV um ein weiteres Jahr verlängert, also bis zum 31. Dezember 2021. Kursteilnehmer sollten sich dabei jede Kursabsage vom Kursanbieter schriftlich bestätigen lassen und aufbewahren. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Teilnahme deshalb nicht möglich ist, weil der Kursanbieter wegen Coronaschutzmaßnahmen die Teilnehmerzahl begrenzt.


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Kontakt

Referent
PD Dr. med. Dr. med. dent. Rainer Lutz
Tel.: 089 230211-344/-352
Fax: 089 230211-345/-353

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