Richtig bewerben

Bewerbung -  wie funktioniert’s?

Im Wort „Bewerbung“ steckt bereits das entscheidende Wort: „Werbung“. Das bedeutet: Versuch dich selbst überzeugend darzustellen, somit erhöhst du deine Chancen auf den von dir angestrebten Ausbildungsplatz.

Aus der Werbung stammt auch die „AIDA“-Formel, welche du dir beim Schreiben der Bewerbung immer vor Augen führen kannst:


A = attention (Aufmerksamkeit für deine Bewerbung erzeugen)

I = interest (Interesse an deiner Person wecken)

D = desire (Wunsch des Arbeitgebers, dich kennenzulernen)

A = action (Handeln des Arbeitgebers, indem er dich zum Vorstellungsgespräch einlädt)
 


Kleine Tipps und Tricks

Optik:

  • Verwende schöne, aber dezente Bewerbungsmappen – vermeide grelle Farben oder Muster.
  • Verwende sauberes, hochwertiges Briefpapier – personalisiertes Briefpapier ist übertrieben.
  • Achte darauf, dass dein Drucker beste Druckqualität abliefert.
  • Erstelle ordentliche Kopien der Zeugnisse/Praktika.
  • Achte auf die richtige Reihenfolge der Unterlagen – Deckblatt mit Foto, Lebenslauf, Zeugnisse (chronologisch, aktuellstes Zeugnis zuerst).
  • Verwende ein professionelles Bewerbungsfoto. Zieh dich schick an und geh zu einem guten Fotografen, der dich ins rechte Licht rückt. Natürlich kostet das Geld, aber es zeigt dem Leser deiner Bewerbung auch, dass du keine Kosten gescheut hast, um dich genau auf diese Stelle zu bewerben – so hinterlässt du einen positiven Eindruck.
  • Das Bewerbungsanschreiben liegt lose auf der Mappe, damit die Empfängeradresse im Sichtfenster des Briefumschlags sichtbar ist.
  • Verwende einen kartonierten, ausreichend frankierten (derzeit 1,45 €) Briefumschlag – keine Express-Sendungen oder Einschreiben!

Inhalt und Aufteilung:

  • Achte auf die DIN 5008, damit du die richtigen Abstände zwischen Absender, Empfänger, Betreff und Brieftext erhältst – Anschreiben und Briefumschlag mit Sichtfenster werden dadurch aufeinander abgestimmt.
  • Verwende eine gut lesbare Schriftart (z.B. Arial) in Schriftgröße 11 (Standardgröße).
  • Achte bei der Stellenausschreibung auf einen genannten Ansprechpartner, den du dann in der Empfängeradresse und im Brieftext direkt anschreiben solltest.
  • Rechtschreib-, Zeichen- und Grammatikfehler sind ein absolutes „No-Go“ in der Bewerbung. Verwende die Rechtschreibprüfung in Word und lasse am besten deine Eltern die Bewerbung nochmals gegenlesen.
  • Finde eine spannende Einleitung für deine Bewerbung, damit der Empfänger zum Weiterlesen deines Bewerbungstextes animiert wird, d.h. vermeide Floskeln wie „hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle…“.
  • Gehe auf das Stellenprofil (=Anforderungen, über die du verfügen solltest) in der Stellenausschreibung ein – finde Argumente, weshalb genau du auf das Profil zutriffst und stelle deine fachlichen und persönlichen Stärken heraus.
  • Versuche dich aber dabei glaubwürdig darzustellen – keine maßlosen Übertreibungen.
  • Untermauere deine Argumente mit bereits gesammelten Erfahrungen in dem Bereich, z.B. Berufspraktika, Hobbies.
  • Denke daran, dass der Leser deiner Bewerbung wahrscheinlich eine Vielzahl von Bewerbungen zu lesen hat und daher keine langen Brieftexte durchlesen möchte. Beschränke dich daher auf die entscheidenden Argumente, die für dich sprechen. Als Faustregel gilt, dass das Anschreiben auf eine DIN A4-Seite passen soll.

Bewerbungsmappe oder Onlinebewerbung?

Du sitzt an deinen Bewerbungen und überlegst, ob es jetzt besser ist, diese online per E-Mail zu versenden oder traditionell mit Bewerbungsmappe?

Aus finanzieller Sicht wäre natürlich eine Online-Bewerbung viel kostengünstiger als eine Bewerbungsmappe.
Am besten ist es, du liest die Stellenausschreibung aufmerksam durch. Wenn am Ende der Stellenausschreibung der Hinweis steht, dass du deine schriftliche Bewerbung an die folgende Anschrift bzw. E-Mail-Adresse richten kannst, dann spricht nichts dagegen, diese auch online zu versenden. Wenn keine E-Mail-Adresse angegeben ist, dann verwende besser eine Bewerbungsmappe.

Tipps für die Online-Bewerbung:

  • Verwende eine seriöse E-Mail-Adresse – „partymaus2015@gmx.de“ macht keinen guten Eindruck.
  • Der E-Mail-Text entspricht bereits dem Anschreiben, also füge dieses nicht extra als Anhang ein – auch hier gilt: Keine Rechtschreib-, Zeichen- und Grammatikfehler.
  • Benenne deine Anhänge korrekt, wenn du sie abspeicherst.
  • Wandle deinen Lebenslauf in eine .pdf-Datei um, bevor du ihn anfügst.
  • Scanne die Zeugnisse zeitlich chronologisch (aktuellstes zuerst) und als eine Datei ein, damit der Empfänger nicht übermäßig viele Anhänge einzeln öffnen muss und überprüfe, dass die .pdf-Dateien gut lesbar sind
  • Dein Passfoto fügst du am besten im .jpg-Format ein.

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