FAQ Strahlenschutz und Röntgen
Fachkunde für Zahnärzte
Grundlage für den Betrieb einer Röntgeneinrichtung bzw. die Anwendung von Röntgenstrahlen in der Zahnarztpraxis ist die „
Zahnärzte, die in Deutschland studieren, erwerben diese Fachkunde in der Regel im Rahmen des Staatsexamens. Diese Fachkunde wird, abhängig vom Bundesland, von den jeweilig zuständigen Stellen bescheinigt. Wird das Zahnmedizinstudium an einer bayerischen Universität abgeschlossen, bescheinigt die Fachkunde die jeweilige Universität. Die BLZK stellt in diesen Fällen keine gesonderte Fachkundebescheinigung aus.
Zahnärzte, die ihr Studium nicht in Deutschland absolviert haben, müssen in der Regel die Fachkunde gesondert erwerben. Mehr Informationen finden Sie hier:
In Bayern gemeldete Zahnärzte beantragen eine Fachkundebescheinigung im Strahlenschutz nach dem entsprechenden Kurs bei der Bayerischen Landeszahnärztekammer. Hierfür müssen verschiedene Unterlagen bei der BLZK eingereicht werden.
Welche Dokumente darüber hinaus benötigt werden und wohin diese geschickt werden müssen, erfahren Sie hier:
Gemäß
Je nach Aufnahmetechnik ist der Erwerb einer weiteren Fachkunde notwendig. Hier erfahren Sie mehr zu den
Eine Zweitschrift einer Fachkundebescheinigung oder Aktualisierungsbescheinigung kann das
Bei Zahnärzten mit Fachkunde im Strahlenschutz muss mindestens alle fünf Jahre eine Aktualisierung erfolgen.
Die 5-jährige Frist gilt ab dem Tagesdatum des Erwerbs der Fachkunde bzw. ab dem Tagesdatum der zuletzt durchgeführten Aktualisierung.
Für die Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz sind entsprechende Kurse zu absolvieren. Informationen zum Ablauf der Kurse erhalten Sie von den jeweiligen Kursveranstaltern.
Eine aktuelle Liste „Strahlenschutzkurse“ für Bayern können Sie hier einsehen:
Die Anmeldung zu den Kursen erfolgt über den jeweiligen Kursveranstalter. Die BLZK ist kein Kursveranstalter.
Die Bescheinigung über die Aktualisierung der erforderlichen Fachkunde ist der zuständigen Behörde (in Bayern das Gewerbeaufsichtsamt) nur auf Anforderung vorzulegen.
Der Erwerb einer neuen, aufbauenden Fachkunde, wie z.B. DVT, kommt einer Aktualisierung im Strahlenschutz für Zahnärzte gleich. Voraussetzung ist hier die von der jeweilig zuständigen Stelle – in Bayern die BLZK – ausgestellte Fachkundebescheinigung für Zahnärzte für das jeweilige Anwendungsgebiet. Sie gibt das neue Datum für die nächste fällige Aktualisierung vor. Eine gesonderte Bescheinigung über eine Aktualisierung ist nicht notwendig und wird von der BLZK nicht ausgestellt.
Ein von der jeweils zuständigen Stelle – in Bayern die BLZK – anerkannter Aktualisierungskurs für Zahnärzte ist für alle erworbenen zahnärztlichen Fachkunden ausreichend.
Eine Erinnerung durch die BLZK an die gesetzlich vorgeschriebene nächst fällige Aktualisierung ist nicht möglich.
Kenntnisse für zahnärztliches Personal
Zahnärztliches Personal muss, um Untersuchungen mit Röntgenstrahlung unter ständiger Aufsicht und Verantwortung eines fachkundigen Zahnarztes technisch durchführen zu können, die
ZFA, die ihre Ausbildung nicht in Deutschland absolviert haben, müssen in der Regel die Kenntnisse gesondert erwerben. Für nähere Informationen wenden Sie sich an das
Für eine Zweitschrift über die Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz für zahnärztliches Personal wenden Sie sich an den jeweiligen Kursveranstalter, bei dem Sie den Kurs absolviert haben.
Der Kenntniserwerb für Zahnärztliches Personal erfolgt in der Regel im Rahmen der Berufsausbildung. Für eine Zweitschrift über den Erwerb der Kenntnisse wenden Sie sich an den Zahnärztlichen Bezirksverband (ZBV) in dem für Sie zuständigen Regierungsbezirk, in dem Sie Ihre Ausbildung abgeschlossen haben.
Eine Liste der ZBV finden Sie hier:
Bei zahnärztlichem Personal mit Kenntnissen im Strahlenschutz muss mindestens alle fünf Jahre eine Aktualisierung erfolgen.
Die 5-jährige Frist gilt ab dem Tagesdatum des Erwerbs der Kenntnisse bzw. ab dem Tagesdatum der zuletzt durchgeführten Aktualisierung.
Für die Aktualisierung der Kenntnisse im Strahlenschutz sind entsprechende Kurse zu absolvieren. Informationen zum Ablauf der Kurse erhalten Sie von den jeweiligen Kursveranstaltern.
Eine aktuelle Liste „Strahlenschutzkurse“ können Sie hier einsehen:
Die Anmeldung zu den Kursen erfolgt über den jeweiligen Kursveranstalter. Die BLZK ist kein Kursveranstalter.
Die Bescheinigung über die Aktualisierung der erforderlichen Kenntnisse ist der zuständigen Behörde (in Bayern das Gewerbeaufsichtsamt) nur auf Anforderung vorzulegen.
Eine Erinnerung durch die BLZK an die gesetzlich vorgeschriebene nächst fällige Aktualisierung ist nicht möglich.
Röntgenverordnung, Strahlenschutzgesetz und Strahlenschutzverordnung
Am 5. Dezember 2018 wurde die neue Strahlenschutzverordnung veröffentlicht, die am 31. Dezember 2018 in Kraft getreten ist. Zusammen mit dem bereits 2017 veröffentlichten Strahlenschutzgesetz löst diese Rechtsverordnung die bislang geltende Röntgenverordnung ab. Die Bundesregierung hat am 16. Januar 2024 eine Novellierung der Strahlenschutzverordnung veröffentlicht.
Aufgrund des Umfangs gibt es keine gebundene Version der aktuellen Gesetzgebung. Das Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) und die Strahlenschutzverordnung (StrSchV) müssen ständig verfügbar zur Einsicht bereitgehalten werden. Empfehlenswert ist die elektronische Speicherung beider Dokumente beziehungsweise der entsprechenden Links auf dem Desktop eines Praxisrechners:
Die Aushangpflicht wird auch erfüllt, wenn hierfür vorhandene Informations- und Kommunikationstechniken (z.B. Intranet) in der Zahnarztpraxis genutzt werden. Die Bekanntmachung ausschließlich in elektronischer Form ist möglich, wenn sichergestellt wird, dass alle Arbeitnehmer die entsprechenden Vorschriften ohne besondere Anstrengung an frei zugänglichen Computern zur Kenntnis nehmen können.
Siehe hierzu auch im QM-Online:
Nein, Röntgenpässe sind nicht bereitzuhalten oder anzubieten. Die Regelungen zum Röntgenpass sind ersatzlos entfallen.
Zusätzlich zur rechtfertigenden Indikation muss auch der Zeitpunkt der Indikationsstellung dokumentiert werden (
Die Inbetriebnahme muss zwei Wochen vor Inbetriebnahme der Geräte schriftlich angezeigt werden (
Die Anzeige erfolgt unverändert bei dem jeweiligen
Mit der Novellierung der Strahlenschutzverordnung zum 16. Januar 2024 wurde bei den Aufzeichnungen über die Konstanzprüfungen die Aufbewahrungsfrist von zehn auf fünf Jahre nach Abschluss der Prüfung wieder abgesenkt
Aufzeichnungen zur Anwendung von Röntgenstrahlen, Röntgenbilder, digitale Bilddaten und sonstige Untersuchungsdaten sind wie bisher zehn Jahre bzw. bei Minderjährigen bis zur Vollendung ihres 28. Lebensjahres aufzubewahren. Bei Unterweisungen der Mitarbeiter gilt auch weiterhin eine Aufbewahrungsfrist von fünf Jahren (
Die Aufzeichnungen über die Abnahmeprüfung sind für die Dauer des Betriebes des Röntgengeräts aufzubewahren, mindestens jedoch drei Jahre nach Abschluss der nächsten vollständigen Prüfung. Zu den Aufzeichnungen gehören auch die Aufnahmen von Prüfkörpern (Uraufnahmen) und die Prüffilme (Konstanzaufnahmen)
Für die sichere Ausführung der Tätigkeit ist nach den neuen Bestimmungen mit der Anzeige der Inbetriebnahme nachzuweisen, dass das notwendige Personal (ZFA mit Kenntnissen im Strahlenschutz) in ausreichender Anzahl zur Verfügung steht (
Wie bisher ist mindestens alle fünf Jahre eine Prüfung durch den Sachverständigen (Wiederholungsprüfung) notwendig (
Die Bestellung eines Strahlenschutzbeauftragten hat weiterhin schriftlich durch den Strahlenschutzverantwortlichen bei dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt zu erfolgen, sofern dies für die Gewährleistung des Strahlenschutzes bei der Tätigkeit notwendig ist (
Wann ein Strahlenschutzbeauftragter zu bestellen ist, ist eine Frage des Einzelfalls, die in Abhängigkeit von Praxisgröße und -struktur, nur individuell beantwortet werden kann.
Für den Fall, dass ein in der Praxis angestellter Zahnarzt verpflichtend zum Strahlenschutzbeauftragten zu stellen ist, unterliegt dieser einem besonderen Kündigungsschutz und kann nur ausnahmsweise bei Vorliegen außerordentlicher Kündigungsgründe gekündigt werden. Der Kündigungsschutz gilt ein Jahr nach Beendigung der Tätigkeit als Strahlenschutzbeauftragter fort (
Vor dem Betreten des Kontrollbereichs sind diese Personen über mögliche Gefahren der Exposition aufzuklären. Ihnen sind geeignete schriftliche Hinweise anzubieten und auf Wunsch auszuhändigen. Die Unterweisungen dieser Personen sind ein Jahr lang aufzubewahren.
Der Strahlenschutzverantwortliche hat dafür zu sorgen, dass ein Leitfaden für den Strahlenschutz von Betreuungs- und Begleitpersonen erstellt wird (
Die DGZMK hat hierfür ein Musterformular erstellt. Dieses Formular finden Sie im QM-Online der BLZK unter
Bei DVT-Geräten sehen die Bestimmungen vor, dass Vor-Ort-Prüfungen in Abständen von sechs Jahren durch das zuständige Gewerbeaufsichtsamt durchzuführen sind. Die anderen zahnärztlichen Röntgengeräte sind als Tätigkeiten mit geringem Risiko eingestuft. Hier kann von der Durchführung regelmäßiger Vor-Ort-Prüfungen abgesehen und eine andere Vorgehensweise zur Auswahl des Zeitpunkts festgelegt werden. Die Festlegung des Zeitpunktes einer Vor-Ort-Prüfung erfolgt hier im Einzelfall im Ermessen der Gewerbeaufsicht (
Weitere Infos finden Sie unter
Die Regelung über die elektronische Erfassung von Expositionsparametern für neu angeschaffte Röntgengeräte in der Zahnarztpraxis wurde mit der Novellierung der Strahlenschutzverordnung zum 16. Januar 2024 weitestgehend zurückgenommen. Nach dem nunmehr neugefassten § 114 Abs. 1 Strahlenschutzverordnung müssen nach dem 1. Januar 2023 erstmals in Betrieb genommene Dentalaufnahmegeräte mit Tubus und Panoramaschichtgeräte nicht mehr über eine Funktion verfügen, die die Expositionsparameter der untersuchten Person elektronisch aufzeichnet und für die Qualitätssicherung elektronisch nutzbar macht (
Mit der Novellierung der Strahlenschutzverordnung am 16. Januar 2024 wurde eine Ausnahmeregelung für Fälle, in denen die Originalprüfkörper der Abnahmeprüfung nicht mehr verfügbar sind, hinzugefügt. In solchen Fällen kann der Strahlenschutzverantwortliche dafür sorgen, dass bei der Konstanzprüfung Prüfmittel verwendet werden, die denjenigen, die für die Bestimmung der Bezugswerte nach
Röntgen
Was es bei der Weitergabe zu beachten gibt und wie digitale Röntgenbilder gemäß DIN 6868-160 für die Weitergabe ausgedruckt werden können, erfahren Sie hier:
Unter
Bei Röntgengeräten handelt es sich um medizinische Elektrogeräte. Diese werden als „B2B-Geräte“, also Geräte für die professionelle Anwendung, klassifiziert. Eine Entsorgung über den Hausmüll oder über eine kommunale Sammelstelle ist hier nicht möglich.
Da Sie als Geräteinhaber für die ordnungsgemäße Entsorgung der Geräte verantwortlich sind, benötigen Sie einen Nachweis über eine fachgerechte, nach den gesetzlichen Vorgaben durchgeführte Entsorgung.
Weitere Informationen finden Sie unter:
Zuletzt angepasst am 08.10.26