Aufstiegsfortbildung
Der nächste Schritt in der Praxis
Aufstiegsfortbildungen für Zahnmedizinische Fachangestellte sind der klare Karriere‑Schritt nach der ZFA-Berufsausbildung. Sie führen zu neuen, eigenständigen Aufgaben in der Zahnarztpraxis und eröffnen zusätzliche berufliche Perspektiven.
Im ersten Jahr nach deiner Ausbildung zur ZFA kannst du das vorhandene Wissen vertiefen oder in vielen angebotenen Kursen ergänzen. Wenn du dein Wissen erweitert hast und dich fit für eine Aufstiegsfortbildung fühlst, ist eine Aufstiegsfortbildung der richtige Weg. Die Aufstiegsfortbildungen ZMV, ZMP und DH werden von eigenständigen Anbietern berufsbegleitend organisiert, dauern mehrere Monate bis Jahre. Die Prüfung nach deinem Lehrgang wird von der BLZK organisiert und durchgeführt („Kammerprüfung“).
Der Aufstieg bedeutet mehr Verantwortung, oft höhere Honorierung und eine eigenverantwortliche Tätigkeit im Praxisalltag.
Zulassungsvoraussetzungen
- Erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung zur/zum Zahnarzthelfer/in (ZAH) bzw. Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) mit Prüfungszeugnis einer deutschen Zahnärztekammer und eine mindestens einjährige Berufspraxis als ZAH bzw. ZFA
- Nachweis über den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses von mindestens neun Stunden (nicht älter als zwei Jahre)
Dauer
Mindestens 400 Unterrichtsstunden à 45 Minuten.
Die Fortbildung findet in Präsenzphasen bestehend aus theoretischen und praktischen Unterrichtsteilen statt.
Fortbildungsinhalte
Lernziel
Ziel dieser Aufstiegsfortbildung ist die Vermittlung umfassender Kenntnisse in allen Bereichen der Verwaltung einer Zahnarztpraxis. Diese sollen dazu befähigen, dass die/der Zahnmedizinische Verwaltungsassistent/in eigenständig in diesen Bereichen tätig werden kann.
- Geschäfts- und Verwaltungsprozesse unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte planen und gestalten
- Grundlagen, um Standard- und Spezialsoftware zielgerichtet anzuwenden
- Maßnahmen zum Datenschutz und zur Datensicherheit planen und umsetzen
- Mitwirken bei der Planung, Umsetzung, Kontrolle und Evaluierung des Qualitätsmanagements
- Abrechnungsbezogene Abläufe einer Praxis planen und durchführen
- Überwachen ordnungsgemäßer Dokumentation der Behandlungsabläufe
- Anwenden von psychologischen und soziologischen Grundlagen bei Patienten und Praxisteam
- Interne und externe Kommunikation mit Patienten und Praxisteam
- Rechtskonforme Organisation und Motivation des Praxisteams
- Mitwirken bei der beruflichen Ausbildung der Auszubildenden
- Planung und Durchführung der Fortbildung von Mitarbeitern
- Mitwirken bei der Auswahl und Einstellung von Personal
Prüfung
Zum Abschluss erfolgt für alle Fortbildungsteilnehmer nach den Bayerischen
Zulassungsvoraussetzungen
- Erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung zur/zum Zahnarzthelfer/in (ZAH) bzw. Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) mit Prüfungszeugnis einer deutschen Zahnärztekammer und eine mindestens einjährige Berufspraxis als ZAH bzw. ZFA
- Nachweis über den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses von mindestens neun Stunden (nicht älter als zwei Jahre)
- Kenntnisnachweis gemäß Röntgenverordnung
Dauer
Mindestens 400 Unterrichtsstunden à 45 Minuten.
Die Fortbildung findet in Präsenzphasen bestehend aus theoretischen und praktischen Unterrichtsteilen statt. Darin enthalten sind ca. 100 Unterrichtsstunden in der Beschäftigungspraxis, die durch Führen eines Testathefts nachgewiesen werden.
Fortbildungsinhalte
Lernziel
Ziel dieser Aufstiegsfortbildung ist die Vermittlung von Grundkenntnissen aus den Bereichen Kariesprophylaxe und professionelle Zahnreinigung. Diese sollen dazu befähigen, im rechtlich zulässigen Rahmen qualifizierte Maßnahmen nach Delegation zu übernehmen.
Ein/e Prophylaxeassistent/in führt Individualprophylaxe-Maßnahmen in allen Altersklassen durch. Darüber hinaus können Prophylaxeassistent/innen eine professionelle Zahnreinigung durchführen.
- Information, Instruktion und Motivation der Patienten zur Verhütung von oralen Erkrankungen und zur Verhaltensänderung
- Professionelle Zahnreinigung unter Beachtung der allgemeinmedizinischen Risikofaktoren patientenorientiert durchführen
- Behandlungsbegleitende Maßnahmen wie Fissurenversiegelung, Provisorien und Medikamententräger herstellen
- Ernährung und Ernährungsverhalten zielgruppenorientiert aufzeigen
- Anamnese und Befunde in der Mundhöhle dokumentieren und interpretieren
- Prophylaxespezifische Indizes erheben
- Individualprophylaktische Maßnahmen für alle Altersgruppen planen, begleiten und umsetzen
- Praxishygiene, Arbeitssicherheit und Delegation gemäß gesetzlicher Bestimmungen beachten und umsetzen
- Prophylaktische und parodontologische Leistungen abrechenbar dokumentieren
- Praxisinterne und -externe Kommunikationsabläufe zielführend gestalten und fördern
- Führungsmethoden, -techniken und -instrumente im Team und beim Patienten adressatengerecht anwenden
Prüfung
Teilnehmer an Aufstiegsfortbildungen gemäß den Bayerischen
Zulassungsvoraussetzungen
- Erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung zur/zum Zahnmedizinischen Prophylaxeassistentin/en (ZMP) oder zur/zum Zahnmedizinischen Fachassistentin/en (ZMF) mit Prüfungszeugnis einer deutschen Zahnärztekammer und eine mindestens einjährige Berufspraxis als ZMP oder ZMF
- Nachweis über den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses von mindestens neun Stunden (nicht älter als zwei Jahre)
- Kenntnisnachweis gemäß Röntgenverordnung
Dauer
Mindestens 800 Unterrichtsstunden à 45 Minuten.
Die Fortbildung findet in Präsenzphasen bestehend aus theoretischen und praktischen Unterrichtsteilen statt. Darin enthalten sind 250 Unterrichtsstunden in der Beschäftigungspraxis, die durch Führen eines Testathefts nachgewiesen werden.
Fortbildungsinhalte
Lernziel
Ziel dieser Aufstiegsfortbildung ist die Vermittlung von Kenntnissen aus den Bereichen Medizin und Zahnmedizin sowie umfassender Kenntnisse im Bereich der Dentalhygiene mit Schwerpunkt Parodontologie. Diese sollen die/den Dentalhygieniker/in dazu befähigen, im rechtlich zulässigen Rahmen qualifizierte Handlungsverantwortung nach Delegation durchzuführen.
Ein/e Dentalhygieniker/in ist in der Lage, in Delegation Behandlungsverfahren auf wissenschaftlich evidenzbasierenden Grundlagen anzuwenden und sich selbstständig wissenschaftliche Quellen für das weitere Berufsleben zu erarbeiten.
- Erheben einer detaillierten medizinischen und zahnmedizinischen Anamnese
- Erfassen von gesunden und erkrankten Strukturen der Mundhöhle
- Behandlungsbezogene Planungsentscheidungen begleiten
- Vorschläge für individuelle Behandlungspläne erstellen und nachhaltige Ziele insbesondere bei PAR-Patienten definieren
- Prophylaxeorientierte Behandlungskonzepte, Behandlungspläne und –maßnahmen unter Berücksichtigung dentalhygienischer Befundinterpretationen umsetzten
- Veränderung des Arbeitsfeldes durch die Behandlung älterer Menschen und von Menschen mit Unterstützungsbedarf bewerten und umsetzen
- Gesundheitsfördernde Verhaltensänderungen durch empfängerorientierte Kommunikation mit dem Patienten aufzeigen
- Systematische und arbeitsökonomische Arbeitsabläufe im Rahmen des Praxiskonzeptes unter Beachtung der Qualitätssicherung und –entwicklung sicherstellen
- Die Zusammenarbeit im Team fördern und vorhandene Tätigkeitsspielräume nutzen und situationsbezogen reflektieren
Prüfung
Sind alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, können Teilnehmer nach den
Fortbildungsanbieter für Aufstiegsfortbildungen
Folgende Anbieter führen derzeit (Stand: 30.09.2026) Kurse nach den Fortbildungsvorschriften der Bayerischen Landeszahnärztekammer zur Vorbereitung auf die Fortbildungsprüfungen nach den Fortbildungsvorschriften der Bayerischen Landeszahnärztekammer („Kammerprüfung“) durch (in alphabetischer Reihenfolge).
Neben diesen Anbietern gibt es auch andere Fortbildungsveranstalter, die eigene Fortbildungskonzepte haben.
Europäische Akademie für Zahnärztliche Fort- und Weiterbildung der Bayerischen Landeszahnärztekammer
Flößergasse 1
81369 München
Tel: 089 230211-460
Fax: 089 230211-404
Fortbildung ZMP, DH, ZMV
Fachkolleg für Dentalpraxen
Kastanienweg 4
84183 Niederviehbach
Tel: 08702 3369
Fax: 08702 3395
Fortbildung ZMP, ZMV, DH
Hammelburger Straße 24
97717 Euerdorf
Tel.: 09704 60390292
Fax: 09704 6039019
Fortbildung ZMP, ZMV
ZMP Fachkolleg und zahnmedizinische Fort- und Weiterbildung
Postfach 4042
97421 Schweinfurt
Tel.: 0177 6024739
Fortbildung ZMP
Laufertorgraben 10
90489 Nürnberg
Tel: 0911 53003-12
Fax: 0911 53003-19
Fortbildung ZMP
Messerschmittstr. 7
80992 München
Tel: 089 79355883
Fax: 089 81888735
Fortbildung ZMP

Telefonisch erreichbar:
Mo, Mi: 8.30 bis 11.30 und 12.30 bis 15.00 Uhr
Di: 12.30 bis 15.00 Uhr

Mo, Mi, Do: 8.30 bis 11.30 und 12.30 bis 15.00 Uhr
Di: 12.30 bis 15.00 Uhr
Zuletzt angepasst am 15.10.26