Medikamente und Wechselwirkungen

Polypharmazie

Viele ältere und hochbetagte Menschen leiden an einer oder sogar mehreren chronischen Erkrankungen und müssen deshalb oft eine Vielzahl an Medikamente einnehmen. Für den Zahnarzt ist es wichtig zu wissen, an welchen Krankheiten sein Patient leidet und welche Arzneimittel er regelmäßig oder sporadisch einnimmt. Dazu gehören sowohl Medikamente die von Ärzten verordnete wurden als auch Arzneien, die in der Apotheke selbst gekauft wurden, sowie Nahrungsergänzungsmittel und Phytotherapeutika (pflanzliche Heilmittel).

Denn einige von den Wirkstoffen interagieren mit zahnärztlichen Medikamenten wie Lokalanästhetika, Analgetika oder Antibiotika. Um die Risiken einer Polypharmazie bestmöglich zu minimieren, ist eine sorgfältige Anamnese entscheidend. Zudem sollte der Zahnarzt seinen Patienten fragen, ob ein Medikamentenplan vorhanden ist.

Hilfsmittel für Zahnärzte

Bei der Beurteilung von Medikamentenplänen hilft das Programm „MIZ – Medikamenten-Info für Zahnärzte“, indem es die für Zahnärzte interessanten Informationen herausfiltert. Hier finden Sie mehr Informationen zu MIZ.
 https://mizdental.de

Die sogenannte PRISCUS-Liste enthält Medikamente, die für ältere Menschen potenziell ungeeignet sind, und nennt Therapiealternativen. Hier finden Sie die PRISCUS-Liste.
 http://priscus.net/download/PRISCUS-Liste_PRISCUS-TP3_2011.pdf

In einer Ausarbeitung geht die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg ausführlich auf das Thema Polypharmazie und Multimorbidität ein.
 „Polypharmazie & Multimorbidität".

Ansprechpartner

Leitung Fachbereich Patienten
Ulrike Nover
Tel.: 089 230211-160
Fax: 089 230211-161

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Redakteurin Mundgesundheit und Patienten
Nina Prell
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