09/16/2026 | Nachrichten | BLZK
Breites Bündnis fordert: Kein Verkauf von Nikotinbeuteln in Deutschland
Bestehende Regelungen sollen beibehalten werden
Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) unterstützt gemeinsam mit zahlreichen Verbänden, Organisationen und Fachgesellschaften einen Appell an die Bundesregierung, das bestehende Verbot des Inverkehrbringens von Nikotinbeuteln in Deutschland beizubehalten und konsequent durchzusetzen. Aus Sicht des Jugend- und Gesundheitsschutzes wäre eine Aufhebung des Verbots das falsche Signal.
Erhebliche gesundheitliche Risiken
Nikotinbeutel werden meist zwischen Lippe und Zahnfleisch platziert, sodass das Nikotin über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Die beteiligten Organisationen warnen vor einem hohen Abhängigkeitspotenzial, kardiovaskulären Risiken und einer Schädigung der Mundgesundheit. Die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen seien derzeit noch nicht ausreichend abschätzbar.
Jugend- und Gesundheitsschutz im Fokus
Besonders Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen vor einem Einstieg in den Nikotinkonsum geschützt werden. Die Verbände sehen deshalb eine mögliche Ausweitung der Verfügbarkeit kritisch und fordern, Gesundheits- und Jugendschutz bei der weiteren Regulierung von Nikotinprodukten zu berücksichtigen.